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Neuer Wahlkreis für den Main-Kinzig-Kreis und die Wetterau.
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Neuer Wahlkreis für den Main-Kinzig-Kreis und die Wetterau.

Neue Wahlkreise

Zerrupfte Wetterau

Die geplante Neugestaltung der Bundestagswahlkreise würde die Wetterau zerstückeln. Der Kreistag in Friedberg tut sich schwer mit einer Entscheidung.

Von Bruno Rieb

Die SPD-Fraktion hat tapfer für ein sofortiges Votum des Kreistages gefochten, die Wetterau als Bundestagswahlkreis zu erhalten. „Es geht um ein klares Bekenntnis zum Wetteraukreis“, drängte Fraktionschefin Cäcilia Reichert-Dietzel am Mittwoch im Kreistag. Doch die große Mehrheit zog nicht mit. Die Koalition aus CDU, FW und FDP vertagte die Entscheidung gemeinsam mit den Grünen in den Haupt- und Finanzausschuss, der am 7. Oktober zusammentritt.

Zur kommenden Bundestagswahl soll Hessen einen zusätzlichen Wahlkreis bekommen. Landeswahlleiter Wolfgang Happel hat vorgeschlagen, dafür die Wetterau zu teilen. Der neue Wahlkreis soll den östlichen Teil des Main-Kinzig-Kreises, sieben Kommunen aus der östlichen Wetterau und drei Vogelsberg-Kommunen umfassen.

Die Wetterauer SPD empfindet das als Katastrophe. „Der Wetteraukreis wird zerstückelt und übergeordneten Interessen untergeordnet“, beklagt Reichert-Dietzel. „Wir wollen mit einer Stimme in Berlin vertreten sein“, sagt sie.

Die Mehrheit im Kreistag sieht neben Nachteilen aber auch Vorteile der Wahlkreisneuordnung und will sie abwägen. Die Wetterau könnte auch mit zwei Stimmen in Berlin vertreten sein, gab Tobias Utter (CDU) zu bedenken. Und: In einem großen Wahlkreis zähle die einzelne Stimme weniger als in einem kleinen. Es müsse geprüft werden, „wie sinnvoll und zukunftsfähig die neuen Wahlkreise sein können“, sagte Brigitte Nell-Düvel (Grüne).

Nicht nur im Kreistag waren die Wetterauer Sozialdemokraten mit ihrem Kampf für den Wahlkreis Wetterau wenig erfolgreich, auch in der eigenen Landespartei blitzten sie ab: Deren Wahlkreismodell sieht ebenfalls eine Aufteilung der Wetterau vor. Reichert-Dietzel: „Wir halten auch gegen den Landesverband an unserer Position fest.“

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