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Wolf reißt Schaf

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Nachdem Ende Oktober ein Schaf bei Ober-Mörlen gerissen worden war, ist nun klar: Es war ein Wolf. Das hat eine Untersuchung des wildgenetischen Labors der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung in Gelnhausen ergeben. Untersucht wurde eine Probe des Nutztiers, wie das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) mitteilt.

Die Arbeit der Experten ist damit jedoch noch nicht abgeschlossen. Eine Genotypisierung der DNA-Probe steht noch aus. Damit können im besten Fall Rückschlüsse auf das Individuum getroffen werden. Sprich: Wurde das Schaf in Ober-Mörlen von einem der bekannten, bereits nachgewiesenen Wölfe in Hessen gerissen? Laut HLNUG ist der nun im Wetteraukreis nachgewiesene Riss der inzwischen achte Fall im laufenden Jahr, bei dem von Wölfen verübte Nutzierschäden in Hessen dokumentiert worden sind. Insgesamt kamen dabei neun Tiere ums Leben.

Dass ein Wolf in der Wetterau unterwegs ist, das ist keine Neuigkeit. Vor wenigen Monaten berichtete ein Spaziergänger von einer Sichtung am Winterstein. Auch bei Butzbach soll ein Exemplar gesehen worden sein. Dokumentiert sind zudem Aufnahmen von Wildtierkameras aus der Region und eine DNA-Probe eines gerissenen Rehbocks im Revier Maibach.

Eine Spaziergängerin hatte am 23 Oktober neben der Usa am Ober-Mörler Ortsrand ein gerissenes und weitgehend ausgeweidetes Schaf entdeckt. Kurz nach der Entdeckung war ein Gutachter vom Wolfszentrum vor Ort, entnahm Gewebeproben und dokumentierte Spuren im Umfeld. red

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