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Um die Zukunft des Quellenparks wird weiter debattiert.
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Um die Zukunft des Quellenparks wird weiter debattiert.

Bad Vilbel

SPD will Profis für Quellenpark

  • Claudia Isabel Rittel
    VonClaudia Isabel Rittel
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Die Sozialdemokraten werfen der Stadt Bad Vilbel „Planungslosigkeit“ und „Konzeptlosigkeit“ bei der Entwicklung des Neubaugebiets Quellenpark vor.

Die Bad Vilbeler SPD hat sich gegen den Vorschlag der CDU ausgesprochen, bei der Vermarktung der Flächen im Baugebiet Quellenpark zunächst vor allem die Wohnbebauung in den Blick zu nehmen.

„Das wäre keine verantwortungsvolle Politik“, sagt der SPD-Fraktionschef im Stadtparlament, Walter Lochmann. Schon an kleineren Projekten wie dem geplanten Altenheim auf dem Heilsberg sehe man, wie schnell es zu Protesten der Anwohner komme. Deshalb sollte die Ansiedlung von Gewerbe und die Schaffung von Wohnraum parallel vorangetrieben werden. Das sei im Übrigen auch bisher die Haltung von Bürgermeister Thomas Stöhr gewesen.

Um die Entwicklung des Neubaugebietes gezielt voranzubringen, sei es unbedingt notwendig eine Strategie sowohl für die Wohnbebauung als auch für die Gewerbeflächen zu entwickeln, fordern die Sozialdemokraten.

Trotz guter Möglichkeiten, Wohngebiete zu verkaufen, sollte nun nicht vorschnell die einfachere Variante der Vermarktung gewählt werden, die später Probleme bereiten könnte. Zudem sollte in Erwägung gezogen werden, wer dort baut. Das könnte nach Vorstellung der SPD zum Beispiel auch die städtische Baugenossenschaft sein. Für denkbar halten die Sozialdemokraten zudem eine Kooperation zwischen der Baugenossenschaft und einem Wohnungsunternehmen wie etwa der Nassauischen Heimstätte aus Frankfurt. „Wir sind gegen ein neues Dortelweil West“, sagt Lochmann.

Was die Vermarktung der Gewerbeflächen angehe, sei dringend ein Konzept notwendig. Die Stadträte Klaus Minkel und Rüdiger Wiechers (beide CDU) will der SPD-Vorstandsvorsitzende Udo Landgrebe von der Aufgabe der Vermarktung enthoben wissen. „Sie haben bewiesen, dass sie das nicht können“, sagt Landgrebe. Sie griffen nach jedem Strohhalm, der sich anböte, hätten aber kein Konzept, um die hochwertigen Flächen im Quellenpark aktiv zu vermarkten.

Zudem dränge sich der Eindruck auf, dass Wiechers immer dann vorgeschickt werde, wenn etwas schief laufe. „Immer zu sagen, der Minkel macht das schon, reiche nicht aus“, sagt Landgrebe. Deshalb solle Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) ihnen die Verantwortung für diese Aufgabe entziehen.

„Wir erwarten einen Plan B“, sagt Lochmann. Als einen solchen fordert die SPD in einem Antrag für das Stadtparlament, dass ein oder mehrere professionelle Immobilienvermarkter mit internationalen Kontakten damit beauftragt würden, die Flächen aktiv zu vermarkten.

Darin fordert die SPD-Fraktion auch, dass die Vermarktung des gewerblichen Teils in enger Abstimmung mit den städtischen Stellen geschieht, die für Wohnflächen verantwortlich sind. So will die SPD Interessenkollisionen vermeiden. Die Optionen für mögliche Ansiedlungen sollten die Makler nach dem Willen der SPD im Planungs- und Bauausschuss vorstellen – damit das Parlament in Zukunft bei der Entscheidung über die Stadtentwicklung nicht völlig außen vor gelassen wird. Das könne gegebenenfalls auch in nichtöffentlicher Sitzung geschehen. Es könne aber nicht sein, dass eine so wichtige Entscheidung über die Fortentwicklung der Stadt nur auf einer Verfügung von Minkel und Stöhr beruhe. So habe beim geplanten China-Geschäft bis zum Schluss im Grunde niemand gewusst, was die Investoren genau dort hätten bauen wollen. „Es ging dabei nur um Dollars“, sagt Landgrebe.

Was die Interessenten angeht, auf die Stöhr und andere CDU-Mitglied immer wieder verweisen, fordern Landgrebe und Lochmann mehr Informationen. Stöhr müsse sich dazu äußern, um wen es sich bei den zehn oder zwölf Investoren handele, von denen er spreche. Schließlich hänge davon auch der Haushalt des laufenden Jahres ab. Um die eingeplanten Einnahmen aus dem Immobilienverkauf im Haushalt zu kompensieren, fordert die SPD erneut, die Gewerbesteuer zu erhöhen.

Laut Kreissprecher Michael Elsaß habe Stöhr der Kommunalaufsicht angekündigt, in den kommenden Tagen aktualisierte Zahlen vorzulegen. Ein neuer Haushalt sei nicht unbedingt nötig in der aktuellen Situation, merkt er an. Aber: „Sie müssen darlegen, wie sie den Wegfall der Einnahmen ausgleichen wollen“, so Elsaß.

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