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Die Lager von Brücken sind durch ständige Belastungswechsel und Temperaturschwankungen hoch belastet.
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Die Lager von Brücken sind durch ständige Belastungswechsel und Temperaturschwankungen hoch belastet.

Wetterau

Sanierungsstau an den Brücken

Zwei Drittel der Brücken in der Wetterau sind marode. Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) forscht derweil zur Frage, wie Eisenbahnübergänge robuster werden können.

Im Wetterauer Landessstraßennetz sind 64 der insgesamt 97 Brücken sanierungsbedürftig. Das geht aus einer Antwort des Verkehrsministeriums auf eine Anfrage der SPD-Landtagsabgeordneten Lisa Gnadl hervor, teilt diese mit. Von diesen Brücken seien sogar sechs als „dringend sanierungsbedürftig“ eingestuft. Nur 24 seien in einem „guten“ und neun in einem „sehr guten“ Zustand.

Brückenprüfung in Karben

Am Mittwoch, 13. Januar, werden in Karben insgesamt sieben Bauwerke im Stadtgebiet einer Prüfung unterzogen. Sie werden laut Mitteilung der Stadtverwaltung jeweils für maximal eine Stunde gesperrt. Es handelt sich im Einzelnen um die Niddabrücken in der Großgasse, Dögelmühle, Pappelweg,Bürgerzentrum, Skateanlage, Dortelweiler Straße sowie die Nidderbrücke im Zuge der Landesstraße 3205 vor Niederdorfelden. Dadurch kommt es zu Einschränkungen der Benutzung, auch für den Rad- und Fußgängerverkehr müssen sie kurzzeitig voll gesperrt werden. Der Kraftfahrzeugverkehr wird vor Ort umgeleitet. jo

„Dass zwei Drittel der Brücken sanierungsbedürftig sind, zeigt, dass die Landesregierung in den vergangenen Jahren die Zeiten hoher Steuereinnahmen wenig nutzte, um die Infrastruktur instand zu setzen“, so Gnadl. Zwar habe sich der Erhaltungszustand von acht Bauwerken im Kreis bei der Erfassung in diesem Jahr gegenüber der Erfassung im Jahr 2016 verbessert, gleichzeitig seien aber auch sechs Bauwerke herabgestuft worden. „Die Landesregierung hat es in diesen vier Jahren nicht einmal geschafft, alle dringend sanierungsbedürftigen Brücken zu ertüchtigen“, kritisiert Gnadl. Drei der Bauwerke, bei denen schon 2016 dringender Sanierungsbedarf bestanden habe, seien immer noch desolat. Zudem erkläre das Ministerium in seiner Antwort, in den kommenden fünf Jahren lediglich acht der 64 sanierungsbedürftigen beziehungsweise dringend sanierungsbedürftigen Brücken instandsetzen zu wollen.

Apropos Brücken: An der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) läuft laut ihrer Mitteilung seit Jahresbeginn sogar ein spezielles Forschungsprojekt zu den Eisenbahnbrücken in Deutschland im Auftrag des Eisenbahnbundesamts. Professor Bertram Kühn vom Fachbereich Bauwesen untersucht das Verhalten von Stahl, um Spröd- und Ermüdungsbrüche etwa an den Lagern zu verhindern und sie so sicherer zu machen. Durch ständige Belastungswechsel sowie Temperaturschwankungen werde gerade dieses Material besonders beansprucht.

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