Wetterau

Hunde hetzen Rehe in der Wetterau

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Nabu meldet mehrere Fälle, bei denen das Wild offenbar von Hunden getötet wurde.

Der Naturschutzbund (Nabu) Friedberg fordert Hundehalter eindringlich auf, ihre Tiere im Wald und auf der Flur angeleint auszuführen. In diesen Tagen hätten Jäger wie auch Aktive des Nabu im Bereich Friedberg mehrfach beobachtet können, wie Hunde Rehe jagten. Offenbar endeten diese „Jagdszenen“ nicht selten tödlich für das Reh, darauf deuteten Funde von verendeten Wild hin. Das tragische daran, viele weibliche Rehe seien zurzeit trächtig. Werden sie längere Zeit getrieben, können sie alleine durch die große körperliche Belastung sterben, berichtet der Nabu.

Weitere Schäden, die von jagenden Hunden verursacht wurden, haben auch schon Weidetierhalter festgestellt, heißt es. Hunde im „Jagdmodus“ lassen sich auch nicht etwa von Elektrozäune aufhalten, ebenso wenig wie die gehetzten Rehe. Dabei können Zäune umgerissen oder beschädigt werden. Eine Folge könne sein, dass Weidetiere aus den Koppeln herauslaufen und Straßen queren, was zu schweren Unfällen führen könne. Jagddistanzen von 500 Meter oder mehr stellen für viele Hunde kein Problem dar, so der Nabu. Er verweist darauf, dass laut hessischem Jagdrecht Jäger auch Hunde erschießen, wenn „sie wildern und außerhalb des Einwirkungsbereich des Halters Wild jagen“. 

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