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Über interkommunale Zusammenarbeit könnte auch der  Ausbau von Sonnen- und Windenergie vorangebracht werden, so die Hoffnung der Wetterauer Kommunen.
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Über interkommunale Zusammenarbeit könnte auch der Ausbau von Sonnen- und Windenergie vorangebracht werden, so die Hoffnung der Wetterauer Kommunen.

Regionalförderung

Wetterau-App mit Geld der EU

  • Claudia Isabel Rittel
    VonClaudia Isabel Rittel
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17 Kommunen von Butzbach bis Gedern haben ein regionales Entwicklungskonzept erarbeitet. Eine der Ideen: Eine Smartphone-App, die über regionale Produkte und Angebote informiert und dadurch die regionale Wirtschaft stärkt.

Wie soll sich die Region in Zukunft entwickeln? Und wie sind die gewünschten Entwicklungen über Ideen, Projekte und Engagement zu beeinflussen? Diese Fragen haben sich Vertreter von 17 Wetterauer Kommunen – von Butzbach bis Gedern – in den vergangenen Monaten gestellt. Ziel war es seit April, ein Regionales Entwicklungskonzept zu erarbeiten, mit dem sich die Region um eine Förderung der Europäischen Union (EU) für strukturschwache Regionen bewerben kann.

In einem öffentlichen Beteiligungsprozess sind mehr als 100 Projektideen entstanden. In vier Arbeitsgruppen hatten sich Vertreter der Kommunen und engagierte Bürger mehrfach getroffen und in vier Handlungsfeldern Ideen erarbeitet. Außerdem gab es eine Strategiegruppe, in der sich die Bürgermeister der beteiligten Kommunen, sowie Wirtschaftsvertreter und Sozialpartner mit den Vorschlägen auseinandergesetzt haben.

Bei den Handlungsfeldern ging es erstens um Daseinsvorsorge, Soziales und Kultur, zweitens um Regionale Wirtschaft, Bildung, Mobilität und Erneuerbare Energien, drittens um Tourismus und Naherholung sowie viertens um die Kulturlandschaft, Land- und Forstwirtschaft und Regionale Produkte.

Eine App für Smartphones könnte in Zukunft beispielsweise über regionale Produkte und Angebote informieren und die Vermarktung dieser Produkte ankurbeln und dadurch die regionale Wirtschaft stärken.

Zudem sollte es eine Beratung zu regionalen Berufsfeldern geben und Elektromobilität sollte in der Region fest verankert werden. Vorgeschlagen wurde weiterhin ein Klimaschutzkonzept. Über interkommunale Zusammenarbeit könnte zudem der Ausbau von Sonnen- und Windenergie vorangebracht werden. Im Tourismus könnte die Beherbergungsstruktur ausgebaut werden und Bad Salzhausen soll sich weiter als Gesundheits-Standort etablieren.

Mit diesen und noch vielen weiteren Vorschlägen bewirbt sich die Region nun um mehr als zwei Millionen Euro Förderung beim Land. „Jetzt beginnt die heiße Phase“, sagt Wirtschaftsförderer Klaus Karger. Er und sein Team müssen nun die vielen Ideen und einzelnen Projekte zu einem gesamten Entwicklungskonzept für die Region zusammenfügen. Bis zum 1. September läuft die Frist. Dann nimmt das Land ein Ranking vor und entscheidet über die Vergabe der Gelder.

„Wir haben ein gutes Gefühl“, sagt Karger. Eine Konkurrenz der Bewerber gibt es ihm zufolge nicht. Das Geld sei bereits entsprechend der Einwohnerzahlen der strukturschwachen Kommunen in Hessen im Landeshaushalt eingeplant. Erfüllt eine Region in der Bewerbung die Anforderungen für das Leader-Projekt, bekommt sie die Fördergelder. Die Wetterau kann laut Karger mit bis zu 2,6 Millonen Euro rechnen. Erstes Geld käme dann 2015.

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