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Der Bestand des Eisvogels könnte durch die Nidda-Renaturierung wieder zunehmen.
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Der Bestand des Eisvogels könnte durch die Nidda-Renaturierung wieder zunehmen.

Karben

Ein Werk für die Fauna

  • Andreas Groth
    VonAndreas Groth
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Die Nidda-Renaturierung zwischen Klein-Karben und Dortelweil ist ein Projekt für die Tierwelt. Biber, Storch und Co. werden von ihr profitieren. Schon bald werden die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Bis sich die Fauna geändert haben wird, wird aber noch Zeit vergehen.

Könnten Tiere sprechen, wäre die Nidda-Renaturierung zwischen dem Sportplatz in Klein-Karben und dem Golfplatz in Dortelweil ein beliebtes Gesprächsthema unter ihnen. So würden sich Weißstorch und Biber darüber unterhalten, dass sie überlegen nach Karben zu ziehen.

Er habe gelesen, dass sich durch die Renaturierung ein großflächiger Gehölzsaum entwickele, teilweise einem Auenwald ähnlich, würde der Nager sagen. Dass die Steinbefestigung am Ufer entfernt werde, fände er toll. So könne er endlich wieder einen ordentlichen Bau errichten.

Wunderbar, würde der Storch sinngemäß entgegen. Er wiederum freue sich auf die großen Retentionsflächen. Die Wiesen seien ein richtig guter Fressplatz.

Biber und Storch sind nur zwei Tiere, die von der Renaturierung am Altarm profitieren werden. Auch Fische wie die Nase oder der Schneider könnten dort künftig häufiger verkommen. Sie mögen Kiesbänke und eine abwechslungsreiche Strömung, genau wie sie entstehen wird.

Nicht zuletzt für den Kiebitz ist das Projekt hilfreich. Denn die Retentionsflächen würden als Weide genutzt und eingezäunt, sagt der Bad Vilbeler Gewässerökologe Gottfried Lehr, der das Konzept erarbeitet hat. Dadurch blieben Hunde von der Wiese, und der Kiebitz könne dort in Ruhe brüten. Seit zwei bis drei Jahren gebe es ihn schon wieder hinter dem Gronauer Hof. „Es geht darum, dass wir intakte Lebensräume erhalten“, so Lehr.

Lange wird es nach Auskunft des Chefplaners nicht mehr dauern, bis die Renaturierungsarbeiten über eine Länge von fast einem Kilometer südlich von Klein-Karben beendet sind. „Im Februar sollten wir es abschließen können“, sagt Lehr. Die neue Gewässerschleife sei so gut wie fertig. Bald, wenn der Wasserspiegel wieder niedriger sei, könne sie mit der Nidda verbunden werden.

Der alte Flusslauf bleibe als Still- und Überflutungsgewässer bestehen. Dadurch entstehe eine Insel, die sich als „Ruhe- und Rückzugsraum für Reptilien und viele andere Tierarten“ entwickeln wird, heißt es auf der Homepage der Stadt. Die Ringelnatter nennt Lehr als Beispiel.

Am Anfang und am Ende des Renaturierungsstrecke werde nun der Damm abgerissen, sagt Lehr. Dort werde jeweils eine Bucht angelegt. Bereiche, in denen die Menschen an den Fluss herankommen. Der Baubeginn für den Radweg auf dem neuen Hochwasserdamm ist für Frühjahr geplant.

Neue tierische Bewohner wird es dann noch nicht zu sehen geben. „Die Natur braucht Zeit und Raum“, sagt Lehr. Die Fische könnten sich als erstes dort ansiedeln. Beim Biber werde es wohl länger dauern, schätzt er. Irgendwann werde man selbst in der Mitte von Karben den Eisvogel wieder sehen können. Und sollte Lehr seine Idee von einer eigenen Facebook-Seite mit Neuigkeiten rund um die Nidda verwirklichen, wird man von diesem Ereignis schnell erfahren.

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