Bad Vilbel

Weniger Stickstoff in Bad Vilbel

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Das Klärwerk wird mit einer Deammonifikationsanlage aufgerüstet. Die zieht den Stickstoff aus dem geklärten Wasser, das wieder an die Umwelt abgegeben wird.

Die Kläranlage in Bad Vilbel wird derzeit mit einer Deammonifikationsanlage aufgerüstet, teilt die Stadtverwaltung mit. Die Anlage sorge für weniger Stickstoff im geklärten Wasser, das wieder an die Umwelt abgegeben werden.

2010 sei die Schlammentwässerung auf Zentrifugentechnik umgestellt worden. Seitdem falle mehr Zentrat an, auch Prozesswasser genannt. Das habe einen hohen Stickstoffanteil der entsprechend reduziert werden müsse, damit eine Überlastung der biologischen Abwasserbehandlung der Kläranlage verhindert werde. Es gebe verschiedene Verfahren, mit denen der Stickstoff im Wasser verringert werden könne. Man habe sich für die Deammonifikation entschieden, weil sie weniger Energieeinsatz für die Belüftung braucht und zudem keiner Kohlenstoffdosierung bedürfe.

Dadurch sei sie wirtschaftlicher als andere Verfahren. Die neue Anlage werde aus zwei baugleichen Speicherbecken von je 300 Kubikmetern Inhalt, einem Deammonifikationsbecken von 162 Kubikmetern und einem Maschinengebäude für die Aggregate der Beckenbelüfter und der Rührwerke sowie für die Pumpen für die Beschickung und Leerung der Becken bestehen.

Rund vier Millionen Euro kostet die neue Anlage, die im Frühjahr 2021 in Betrieb gehen soll. „Das ist gut investiertes Geld, denn wir verbessern die Qualität des Wassers, das letztendlich ja wieder in die Biologie eingeführt wird“, erklärt Erster Stadtrat Sebastian Wysocki (CDU) in der Mitteilung. (jo)

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