René Seigerschmied zeigt Nico Herzberger (hinten) simulierte Beleuchtungspläne
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René Seigerschmied zeigt Nico Herzberger (hinten) simulierte Beleuchtungspläne

Wetterau

Weniger Ausfälle dank LED-Technik

  • Claudia Isabel Rittel
    vonClaudia Isabel Rittel
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Nachdem in der Wetterau die Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umgestellt wurde, ziehen die Ovag eine positive Bilanz.

Nachdem in der Wetterau vielerorts die Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umgestellt wurde, zieht die Netzsparte der Oberhessischen Versorgungsbetriebe (Ovag) eine positive Bilanz.

„Seit wir fast komplett auf LED-Technik umgestellt haben, ist nicht nur die CO2-Emission stark reduziert worden, sondern auch die Ausfallquote ist deutlich gesunken“, berichtet Nico Herzberger. Er ist Leiter des Sachgebiets „Straßenbeleuchtung“ der Ovag Netzsparte. Reparaturen sind laut einer Mitteilung der Ovag mit der Umstellung seltener aber auch aufwendiger geworden.

Meldet ein Einwohner eine defekte Straßenlampe poppt auf dem Bildschirm von Herzberger eine E-Mail auf. Er nimmt die Störungsmeldung auf und gibt sie an seine Mitarbeiter weiter. Die Monteure draußen vor Ort haben ab dann bis zu 14 Tage Zeit, um die betreffende Leuchte anzufahren und sie wieder instand zu setzen. Das ist vertraglich mit den Städten und Gemeinden so geregelt.

Drei Mitarbeiter im Büro und fünf Monteure mit zwei Steigerfahrzeugen und einem Auto sind jeden Tag dafür im Einsatz, dass die Straßenlampen kontrolliert, gewartet und bei Bedarf repariert werden.

Doch dabei geht es nicht nur ums Austauschen eines Leuchtmittels. „Damit die LED-Leuchten möglichst effizient sind, ist jede LED-Leuchte genau auf ihren Standort abgestimmt“, erklärt Herzberger. Es sei also genau berechnet worden, wie viel Licht sie wohin abgeben soll. Für jede einzelne Leuchte wurden im Voraus die geometrischen Daten wie die Masthöhe, der Abstand zum nächsten Lichtpunkt oder die Straßenbreite aufgenommen. Dann wurden die Leuchtenköpfe darauf ausgelegt. Deshalb könne die Ovag nicht alle auf Lager haben. Ist ein Bauteil defekt, muss es also zunächst konfiguriert werden.

Dazu ist eine Spezifikation in einem Barcode hinterlegt, der auf jeder Laterne klebt. „Wenn uns jemand über eine defekte Leuchte informiert, kann er uns im Idealfall direkt die Nummer durchgeben, die auf dem Barcode-Aufkleber steht. Dann wissen wir genau, wo wir hin müssen“, sagt Herzberger.

Neben der Instandsetzung von Leuchten überprüfen die Elektromonteure laut Ovag-Mitteilung jedes Jahr fast 10 000 Lichtpunkte auf ihre elektrische Sicherheit und unterziehen rund 66 000 Straßenleuchten einer Sichtprüfung. 

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