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CDU Wetterau

Wenig Wahlkampffeuer

Mit großer Mehrheit, jedoch nicht einstimmig, verabschiedeten die Delegierten auf dem Kreisparteitag der CDU Wetterau das Wahlprogramm für die Kommunalwahl am 27. März.

Von Monica Bielesch

Sechs der 174 Anwesenden votierten im Bürgerhaus in Nidda am Samstag gegen das Papier. Die Diskussion über einen Antrag des CDU-Ortsverbandes Wöllstadt zum Thema Windkraftanlagen war Höhepunkt eines wenig mitreißenden Parteitages. Hatte die Kreisvorsitzende und Landesministerin Lucia Puttrich in ihrer Rede zumindest noch versucht, das Wahlkampffeuer bei den Anwesenden durch Attacken gegen die Opposition zu schüren, lieferte Spitzenkandidat Oswin Veith eine wenig packende Rede ab.

Die rechte Hand zumeist in der Hosentasche, arbeitete sich der erste Kreisbeigeordnete mühsam durch das 51-seitige Wahlprogramm. Dieses Programm war erstmals in der Geschichte der Kreis-CDU im Rahmen eines breit angelegten Austausches mit Interessenverbänden und interessierten Bürgern zustandegekommen. „Wir setzen auf Sieg und nicht auf Platz“, rief Veith. Erfolgsrezept sei, dass die Wetterauer CDU nahe bei den Menschen sei und deren Probleme erkenne und ernst nehme. „Alle wichtigen Entscheidungen im Kreis sind seit 2006 unter unserer Führung getroffen worden“, verwies er auf die erfolgreiche Koalition mit der FDP und den Freien Wählern. „Verwaltung ist aufgebläht“

Die CDU will die Schulden des Kreises abbauen, ist aber gegen eine höhere Kreisumlage. Vornehmlich beim „aufgeblähten Verwaltungsapparat“, so Veith, soll gespart werden. Auch sei die derzeitige Struktur der Eigenbetriebe zu prüfen. Die Ganztagsbetreuung an den Schulen sei auszubauen und für Familien die Vereinbarkeit von Beruf und Familie „bei voller Wahlfreiheit der Eltern“ zu verbessern, so Veith.

Für die Wetterau-CDU ist der Flughafen Frankfurt ein Job- und Entwicklungsmotor, der bei ihrem Ziel helfe, möglichst viele Arbeitsplätze im Kreis zu schaffen. Die Konservativen wollen auch in ländlichen Gebieten vermehrt Breitbandanschlüsse für das Internet schaffen und die Landwirtschaft weiter unterstützen.

Höchste Priorität sprach Veith dem generationsübergreifenden Dialog in den Familien zu. „Wir setzen uns für den Ausbau qualitativ hochwertiger Betreuungseinrichtungen ein.“ Dieser Anspruch setzt sich bei den Schulen fort: Eltern sollen die freie Schulwahl in einem gegliederten Schulsystem haben. Applaus für Veiths Nein zu einer „Beschneidung des Elternwillens“.

Das Thema Umwelt und Naturschutz nimmt einen breiten Raum im Wahlprogramm ein. Der gerade erst gewählte neue Kreisvorsitzende der Jungen Union, Sebastian Wysocki, meinte dazu: „Es ist ein zukunftsweisendes Programm, das zeigt, dass das Thema Umweltschutz bei der CDU am besten verortet ist.“ Im Gegensatz zu den Grünen punkte die CDU mit konkreten Maßnahmen für den Umweltschutz.

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