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Die Trockenheit des vergangenen Sommers ist noch immer nicht kompensiert.

Wetterau

Zu wenig Regen in der Wetterau - Landrat ruft zum Wassersparen auf

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Landrat ruft die Bevölkerung jetzt schon zum Wassersparen auf.

Die sommerliche Trockenheit ist noch entfernt und dennoch sieht der Wetteraukreis bereits allen Grund, die Bevölkerung zu einem sparsamen Wasserverbrauch aufzurufen. „Langanhaltende und ergiebige Niederschläge sind in den Wintermonaten weitgehend ausgeblieben“, teilt Landrat Jan Weckler (CDU) mit. Die Grundwasserbestände seien daher nicht aufgefüllt. Er ruft schon jetzt zu einem sparsamen Wasserverbrauch auf.

„Es fehlen noch 100 Liter pro Quadratmeter Niederschlagsmenge“, sagt Andrea Rahn-Farr, Vorsitzende des Regionalbauernverbands Wetterau-Frankfurt der FR. Im März sei zwar eine Menge Regen heruntergekommen, die jedoch nur zu einer Oberflächennässe im Boden geführt habe. Die Bauern in der Wetterau seien jedoch auf einen hohen Grundwasserstand angewiesen. „Der Lössboden kann durchschnittlich 200 Liter pro Kubikmeter Erde speichern, das steht für die gute Bodenqualität.“ Eine künstliche Bewässerung sei daher auch in trockenen Sommern nicht nötig geworden. Sollte sich jedoch dieses Jahr der Sommer 2018 wiederholen, hätte das erhebliche Folgen für die Landwirtschaft.

Rahn-Farr merkt an, dass Äcker wegen ihrer Durchlässigkeit für die Grundwasserbildung wichtig seien. Etwa durch Baugebiete werde die Fläche jedoch immer kleiner. Laut Statistik des Kreises verkleinerte sich die Gesamtfläche von 1991 bis 2017 um gut 1500 Hektar auf 38 900 Hektar. sun

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