Bad Vilbel

Wellnessbad kommt

Die Firmengruppe Wund plant jetzt jedoch eine abgespeckte Version. Der Bebauungsplan wird geändert.

Der Bau eines Wellnessbades in Bad Vilbel, das pro Jahr mehr als eine Million Besucher anlocken soll, rückt anscheinend wieder näher. Anfang Januar hat die Stadt einen Entwurf zur Bebauungsplanänderung erstellt. Auf Nachfrage teilt Stadtrat Klaus Minkel (CDU) mit: „Es geht um ein verändertes Konzept, das mehr in die Fläche als in die Höhe geht.“

Im Dezember 2017 war Investor Josef Wund bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen – wenige Tage nach Vertragsabschluss mit der Stadt. Seitdem herrscht Stillstand. Bislang konnte das Nachlassgericht in Baden-Württemberg wegen einer Verwaltungsänderung noch keinen Erbschein an die Josef-Wund-Stiftung ausstellen, die der Investor als Alleinerbin über sein Bäderimperium bestimmt hat.

Das Projekt mit dem Titel „Tropenparadies“ steht weiterhin auf der Internetseite der Firmengruppe in Ludwigshafen, seit 587 Tagen. Nach Wunds Tod gab es auf mehrere Anfragen der FR vom Unternehmen keine Antwort. Nun hat Stadtrat Minkel eine Mitteilung der Firmengruppe weitergeleitet. Darin erklärt Edelfried Balle, Geschäftsführer der projektbeteiligten VBI 52 Verwaltung Badimmobilien GmbH: „Wir wollen, dass Bad Vilbel seine Wund-Therme bekommt.“ Allerdings sehe man sich ob der „extrem dynamischen Branche“ verpflichtet, „die aus der Feder von Herrn Josef Wund stammenden Entwürfe technisch, architektonisch und wirtschaftlich unter die Lupe zu nehmen.“ Dies ist mit dem Entwurf für eine Bebauungsplanänderung offenbar bereits geschehen.

Aus Balles Aussage lässt sich herauslesen, dass das einstige 200-Millionen-Projekt kleiner ausfallen könnte. Er verweist auf die „rasant gestiegenen Baupreise“. Fraglich ist auch, ob es bei den geplanten 28 Wasserrutschen bleiben wird. „Das sich verändernde Mobilitäts- und Freizeitverhalten der Bevölkerung sowie innovative, präventiv-medizinische Methoden“ sind laut Balle „neu hinzugekommene Aspekte und Erfolgsfaktoren“.

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