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Weite Wege zur Kita

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SPD: Fahrt ist Heilsbergern kaum zuzumuten

Auf dem Heilsberg bräuchten mehr als 160 Kinder unter drei Jahren einen Betreuungsplatz – doch auf absehbare Zeit wird es in dem Stadtteil nur 24 Krippenplätze geben. Die Heilsberger Eltern hätten keinen Anspruch darauf, dass ihre Kinder am Ort in einer Einrichtung unterkommen, ließ Sozialamtsleiterin Gesine Wambach wissen. Sie müssten auch mit anderen Stadtteilen Vorlieb nehmen. In Dortelweil oder Massenheim sieht die Lage nämlich anders aus, wie Sozialdezernentin Heike Freund-Hahn (FDP) jüngst per Elternbrief verkündete: Insgesamt erfülle Bad Vilbel die von der Bundesregierung vorgegebene U3-Betreuungsquote von 35 Prozent.

Den Heilsberger Eltern nütze das wenig, kritisiert die Stadtteil-SPD in einer Mitteilung. „Diesen ist es schwerlich zuzumuten, ihre Kinder vor der Arbeit nach Massenheim, Dortelweil oder Gronau zu fahren“, meint der SPD-Ortsvorsitzende Joachim Brings. Es sei „typisch für die Ansiedlungspolitik des CDU-geführten Magistrats, Familien nach Bad Vilbel zu locken und dann zu merken, dass die nötige Infrastruktur fehlt“.

Dabei sei „jedem mitdenkenden Menschen“ schon länger klar, dass gerade auf dem Heilsberg, wo gezielt jüngere Familien angesiedelt wurden, die vorhandenen Krabbelstubenplätze „bei weitem“ nicht ausreichten, empört sich Ortsvorsteher Christian Kühl (SPD). „Frau Freund-Hahn macht es sich wieder mal zu einfach.“

Arbeit an Lösungsvorschlägen

Zudem sei nicht nachvollziehbar, dass die Stadt nicht wisse, wie sich der Bedarf an U3-Plätzen auf die einzelnen Ortsteile verteile. „Die Stadtverwaltung weiß doch genau, wer wo wohnt und wer Kinder in dem betreffenden Alter hat“, so Kühl. Auf eine Anfrage der FR hatte Amtsleiterin Wambach geantwortet: „Wir kennen nur den Bedarf in der ganzen Stadt, nicht in den einzelnen Stadtteilen.“ Die Heilsberger SPD will nun gemeinsam mit den Grünen Lösungsvorschläge erarbeiten. (myk.)

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