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Azubi Mahmut Cimen zeigt, wie man lötet.
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Azubi Mahmut Cimen zeigt, wie man lötet.

John-F.-Kennedy-Schule

Wege zum Traumberuf

  • Tina Full-Euler
    VonTina Full-Euler
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Eine Karriere bei der Polizei mit Hauptschulabschluss? Oberkommissar Andreas Baumbach erläutert den überraschten Neuntklässlern der John-F.-Kennedy-Schule (JFKS) beim Bewerbertag, dass das geht.

Er selbst ist das beste Beispiel. Allerdings müssen Bewerber mit Hauptschulabschluss zusätzlich eine Berufsausbildung abgeschlossen haben. Baumbach hat nach der Hauptschule Bäcker gelernt und sich danach beim Bundesgrenzschutz beworben. Schritt für Schritt hat er sich vom mittleren bis in den gehobenen Dienst hochgearbeitet. Der Prozentsatz der Polizeianfänger mit Hauptschulabschluss sei jedoch gering, räumt Baumbach ein. Er rät dazu, aus der Schulzeit „das Maximum herauszuholen“.

Die 14-jährige Laura Witknitz, die Polizistin werden möchte, hat genau das vor: Nach der Hauptschule will sie für den Realschulabschluss pauken und sich dann um ihren Traumberuf bewerben.

In der Vilbeler JFKS wird die Nähe zur Berufspraxis großgeschrieben. Seit Februar 2009 nimmt die Haupt- und Realschule laut Konrektor Manfred Ochs als einzige Schule im Wetteraukreis an einem bundesweiten Pilotprojekt teil: sogenannte Berufseinstiegsbegleiter unterstützen die Schüler an der Schwelle ins Berufsleben. Die Resonanz sei positiv, das Projekt solle bundesweit ausgebaut werden, sagt Projektkoordinator Ochs. Mittlerweile gingen 35 Prozent (zuvor 30) der JFKS-Hauptschüler direkt in eine Ausbildung, ebenfalls 35 Prozent (zuvor 30) besuchten nach Abschluss weiterführende Schulen, so Ochs. Die restlichen Abgänger absolvierten ein Berufsvorbereitungsjahr. „Bei uns gibt es keinen Schüler, der keinen Abschluss hat“, sagt Ochs. „Ich versuche, das Optimale aus der neunjährigen Schulform herauszuholen, aber ich sehe auch die Grenzen.“

Die Berufsorientierung an der JFKS beginnt bereits in der siebten Jahrgangsstufe, wie Berufseinstiegsbegleiter Ralf Meis und Peter Kuschnier berichten. Schnupperpraktika und Betriebsbesichtigungen stehen auf dem Stundenplan. In der achten Klasse können die Hauptschüler an einem wöchentlichen Praxistag verschiedene Berufe kennenlernen. Jutta Jockel von der Arbeitsagentur kommt alle zwei Wochen an die Schule, um die Schüler zu beraten. „Die Listen sind immer voll“, sagt Ochs.

Auch der Bewerbertag schafft Kontakt zur Praxis. Neben der Bundespolizei präsentierten sich am Dienstag unter anderem der Kooperationspartner der JFKS, die Deutsche Bahn, Hotelketten und örtliche Betriebe. Wolfgang Fehl von der Vilbeler Firma Fehl Klimatechnik ist mit vier Azubis vor Ort, um den Beruf des Mechatronikers für Kältetechnik vorzustellen. „Ich kann den Beruf nur empfehlen, denn es wird immer wärmer“, sagt Fehl. Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung seien gute Noten in Mathe und Naturwissenschaften.

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