Wetterau

Warten auf den Ausbau der B3 in der Wetterau

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Die Engstellen auf der B3 in der Wetterau werden vorerst bleiben. Laut einer Antwort des Verkehrsministeriums auf eine FDP-Landtagsanfrage fehlt der nötige Dringlichkeitsstatus im Bundesverkehrswegeplan.

Ungeachtet des deutlich gestiegenen Verkehrsaufkommens in der südlichen Wetterau gibt es weiterhin für den durchgängigen Ausbau der B3 zwischen Bad Vilbel und Kloppenheim kein Datum, ebenso keins für die Verlegung der B3 bei Okarben. Dies ist den Antworten des Verkehrsministeriums auf eine Kleine Anfrage der FDP im Landtag zu entnehmen.

Am Geld mangelt es nicht. Das Land habe mit dem Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 mit 8,2 Milliarden Euro mehr als doppelt so viel Geld vom Bund erhalten wie unter dem vorherigen BVWP, heißt es. Der größte Teil der Finanz- und Personalressourcen werde für Planleistungen und Sanierung desolater Straßen, Autobahnen und Brücken benötigt.

Laut BVWP 2030 besteht für den rund vier Kilometer langen Ausbau der B3 bei Dortelweil lediglich der Dringlichkeitsstatus „weiterer Bedarf“. Die Umfahrung bei Okarben besitzt hingegen mit „vordringlichem Bedarf“ hohe Priorität.

Die Daten der Bundesverkehrszählung von 2015 weichen mittlerweile erheblich von der aktuellen Fahrzeugzahl ab.

Große Neubaugebiete in der Wetterau und im angrenzenden Main-Kinzig-Kreis sind die einen Auslöser, die anderen sind die Verlegung der B3 um Wöllstadt herum und die Nordumgehung bei Groß-Karben. Waren einst auf der B3 nördlich von Kloppenheim mehr 23 000 Fahrzeuge am Tag gezählt worden, waren es Mitte 2018 – nach der Freigabe der B3 bei Wöllstadt und der K 246 – mehr als 32 000. Auf der B3 zwischen Dortelweil und Kloppenheim ist der Verkehr um mehr als 5000 Fahrzeuge auf rund 23 200 gestiegen.

Die Bürgermeister aus Bad Vilbel und Karben sehen sowohl den vierspurigen Ausbau der B3 und deren Ortsumfahrung bei Okarben mit hoher Priorität, heißt es auf Anfrage. Dies sei auch bei der Erstellung des BVWP gefordert worden. Eine unterschiedliche Gewichtung der beiden Projekte dürfe es nicht geben. Mit der Ortsumgehung Okarben müsse auch die B3 bei Dortelweil vierspurig werden. Überdies wird auf dem Abschnitt ein Lärmschutz gefordert.

Vom Hessen Mobil heißt es, dass die Priorisierung der Ortsumgehung Okarben in einer noch zu erstellenden, neuen Dringlichkeitsbetrachtung für die Jahre nach 2021 bewertet werde. „Eine zeitliche Einschätzung für den Beginn der Planung kann daher gegenwärtig nicht angegeben werden.“  

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