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Zar Nikolaus (2. v. rechts) besichtigte das Rad 1910.
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Zar Nikolaus (2. v. rechts) besichtigte das Rad 1910.

Bad Nauheim Wasserrad

Das Wahrzeichen ist zurück

  • Andreas Groth
    VonAndreas Groth
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Das „Große Rad“ in Schwalheim hängt wieder. Anfang August soll es sich wieder im Wasser drehen. Die Instandsetzung hat rund 230.000 Euro gekostet.

Das Wahrzeichen der Schwalheimer hängt wieder. Noch fließt aber kein Wasser. Das „Große Rad“ steht still. Schwere Säcke versperren den Zulauf. Anfang August soll es den Betrieb aufnehmen. Alles ist grundsaniert. Die Bauarbeiter haben ein neues Rad aus Eichenholz eingesetzt und das Gerinne renoviert. Es hat neue Seitenwände erhalten. An den Ausmaßen und der Konstruktion hat sich nicht viel getan. Die Änderungen im Vergleich zum maroden Vorgängerrad seien minimal, so dass ein Laie keinen Unterschied sehe, sagt Ortsvorsteher Klaus Englert (Freie Wähler/UWG). Der Denkmalschutz lasse das ohnehin nicht zu.

Liebe zum Bauwerk

Mehr als 14 Monate hat die Sanierung gedauert. Länger als ursprünglich geplant. Denn zunächst war eine Erneuerung des Sandsteingerinnes nicht vorgesehen. Laut dem für Schwanheim zuständigen Stadtrat Christian Weiße (Freie Wähler/UWG) betragen die Gesamtkosten damit rund 230.000 Euro – 100.000 Euro für das Rad und 130.000 Euro für das Gerinne. Als das 1745 erbaute Wahrzeichen des Stadtteils 1955 zum zweiten Mal erneuert wurde, habe das 25.000 DM gekostet, erzählt Weiße. Um so glücklicher ist Ortsvorsteher Englert nun, dass die Stadt das Geld zur Verfügung gestellt hat. „Trotz der klammen Haushaltslage“, wie er sagt. Vom Land Hessen und dem Denkmalschutz fühlt der FW-Mann sich allerdings im Stich gelassen. Diese hätten nichts beigesteuert. Hätte die Stadt keine Mittel bewilligt, der Ortsvorsteher wäre „auf die Barrikaden“ gegangen, wie er sagt. Ein Schwalheim ohne Rad ist für ihn unvorstellbar. „Die Schwalheimer lieben ihr Rad.“ Zudem könnte der Ortsbeirat dann über kurz oder lang in die Lage kommen, sich ein neues Ortswappen auszudenken. Auf ihrem jetzigen nimmt ein Bild des Bauwerks mit 84 Schaufeln und einem Durchmesser von gut 9,80 Metern den zentralen Platz ein.

Die Eröffnungsfeier für das neue Rad ist für den 14. September geplant, den Tag des Offenen Denkmals. Es werde Musik, Reden und einen Gottesdienst geben, sagt Englert. Ein Geistlicher soll das Rad segnen. Dann werde es hoffentlich wieder einige Jahre dauern, bis eine Sanierung fällig ist. „So alle 30 bis 35 Jahre“ sei das bisher der Fall, zuletzt 1987.

Das Schwalheimer Rad trieb über ein mehr als ein Kilometer langes Holzgestänge ein Pumpwerk an, das die Sole auf die Bad Nauheimer Gradierbauten beförderte.

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