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In den 50ern getrunken: Mineralwasser der Gloria-Quelle.
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In den 50ern getrunken: Mineralwasser der Gloria-Quelle.

Bad Vilbel

Bad Vilbel im Film

  • Petra Zeichner
    VonPetra Zeichner
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Im Februar ist Bad Vilbel im Film zu sehen. Die Macher haben historisches Bildmaterial ausgewertet. Die älteste Filmaufnahme stammt aus dem Jahr 1934.

Man schrieb das Jahr 1934. Auf dem Schwarz-Weiß-Bild steht Karl Brod vor dem nach ihm benannten Sprudel in der Quellenstadt. Das Foto stammt aus einem Film, den das Stadtarchiv Friedberg der Stadt Bad Vilbel in Kopie überlassen hat. Die Bilder auf diesem Film seien, so Stefan Kunz, die ältesten bewegten Aufnahmen der Stadt. Der historische Streifen ist einer von acht, aus dem derzeit ein etwa 75-minütiger Film entsteht. Der Titel lautet: „Bad Vilbel im Film“.

Kunz ist stellvertretender Vorsitzender des örtlichen Vereins für Geschichte und Heimatpflege. Zusammen mit seinem 16-jährigen Sohn Johannes, Kassenprüfer im Geschichtsverein, hat er in 18-monatiger, ehrenamtlicher Arbeit vor allem von privaten Amateurfilmern bisher rund 28 Filme zusammengetragen, die die Historie der Stadt aus verschiedenen Perspektiven beleuchten.

In Zeitblöcke unterteilt

Der Film ist in fünf Zeitblöcke aufgeteilt, an deren Beginn jeweils ein zeitgenössischer Werbeblock aus Kino oder Fernsehen steht. Es geht los mit den 30ern und einem sommerlichen Stadtporträt. In den 50er Jahren geht es um die 125-Jahr-Feier und die Gloria-Quelle, ein Film von 1958. Acht bis zehn Jahre später waren Grasbahnrennen populär, die zuletzt auf der Marktwiese stattfanden. 3000 bis 4000 Zuschauer seien gekommen, sagt Kunz.

Heinz Schenk ist mit seinem „Blauen Bock“ in Bad Vilbel am 15. März 1975 zu Gast. Die kurze filmische Einleitung zu der Sendung ist der Beitrag des 70er Jahre Zeitblocks. In den 80er Jahren geht es in den bewegten Bildern um die Arbeit in der Bäckerei Rach und die Ludwig-Quelle. 1990 endet die Zeitreise.

Bis dato hatte das Stadtarchiv laut Claus-Günther Kunzmann nur Dias aus Bad Vilbel. Kunzmann, Vorsitzender des Geschichtsvereins und Fachbereichsleiter Kultur bei der Stadt, findet es „exorbitant wichtig“, dass es jetzt auch einen Filmbeitrag gebe. Laufe der erfolgreich, sei eine Fortsetzung denkbar.

Damit der historische Streifen erfolgreich wird, haben Kunz und sein Sohn zusammen etwa 440 Stunden investiert, um die alten Bilder tauglich für die moderne Technik zu machen. Die Digitalisierung hätten sie in Auftrag gegeben, sagt Kunz. Meistens seien es pensionierte Tontechniker oder Videofilmer gewesen, die die Super-8-Filme oder 16-Millimeter-Werbefilme durch spezielle Geräte laufen ließen, welche die Bilder in den Computer lasen.

Auf die Frage, was das Projekt gesamt gekostet hat und ob es Zuschüsse von Stadt oder Unternehmen gab, antwortete Kunz: Die Kosten für die Digitalisierung seien sehr unterschiedlich, in einem Fall für 1,20 Minuten 200 Euro, in einem anderen für 18 Minuten 54 Euro. „Das ist momentan in erster Linie aus meiner Kasse bezahlt worden.“

Vertonung selbst gemacht

Den Ton zu dem Film hat der Hobby-Historiker selbst gemacht. Entweder habe er den Text gesprochen oder mit dem Aufnahmegerät auf den Vilbeler Markt die Geräuschkulisse konserviert. Dennis DiRienzo vom Kino Alte Mühle ist sicher: „Viele Vilbeler finden das interessant. Ich glaube, dass man hinterher darüber reden wird.“

Die Macher suchen nach weiterem historischen Filmmaterial. Ob Vereinsfeste, Fußballspiele, Einschulungen oder Radrennen – jede Aufnahme sei ein Zeugnis ihrer Zeit und gebe Aufschluss über die Entwicklung in der Stadt. Wichtig sind laut Kunz auch Filme über kontrovers diskutierte Themen, etwa die Begradigung der Nidda. Die Leute können ihre Filme beim Kulturamt oder beim Geschichtsverein abgeben. Zur Premiere im Februar sind einige der bisherigen Leihgeber eingeladen. Ein Trailer läuft schon jetzt in der Alten Mühle.

Die erste Vorführung ist am Donnerstag, 19. Februar, um 19.30 Uhr im Kino Alte Mühle, Lohstraße 13. Der Eintritt kostet 6,50 Euro. Die zweite Vorführung ist am 16. April.

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