Verkehr

Etappensieg für Pendler in Bad Vilbel

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Die Buslinie 30 aus Frankfurt verkehrt über Dezember hinaus vorläufig weiter bis Bad Vilbel.

Die Stadt Frankfurt verzichtet darauf, die Busse der Linie 30 ab Dezember nur noch bis zur Friedberger Warte und nicht mehr weiter nach Bad Vilbel fahren zu lassen. Das teilt die Stadt Bad Vilbel mit.

Stattdessen sollten nun modernere und stickstoffärmere Busse mit Euro-6-Norm oder alternativen Kraftstoffen eingesetzt werden.

Ganz vom Tisch sei die Kürzung der Linie dennoch nicht,, heißt es aus dem Rathaus. Sie sei nun für Ende des Jahres 2020 anvisiert, weil ab 2021 neue Straßenbahntypen auf der Linie 18 eingesetzt würden.

Für den Vilbeler Ersten Stadtrat und Verkehrsdezernenten Sebastian Wysocki (CDU) ist dies dennoch ein erster Etappensieg: „Zunächst einmal freuen wir uns, dass nicht schon Ende des Jahres diese wichtige Verbindung zwischen Bad Vilbel und Frankfurt gekappt wird. Wir halten jedoch gleichzeitig auch daran fest, dass es generell keine Kürzung der Linie 30 geben darf.“

Nach wie vor hält der Erste Stadtrat eine Kappung der Buslinie 30 kombiniert mit einem Umstieg in die Straßenbahn an der Friedberger Warte für unattraktiv im Sinne eines guten Angebots des Öffentlichen Personennahverkehrs. „Wir bleiben dabei, dass Umstiege bei Pendlern nicht beliebt sind. Die Linie 18 ist ohnehin schon voll und wie man noch mehr Bahnen auf die viel befahrene Friedberger Landstraße bringen möchte, ist auch noch nicht final geklärt“, befindet Wysocki. Das zusätzliche Jahr, in dem die Linie 30 nun mindestens durchgängig fahren wird, müsse genutzt werden, um eine gute Lösung zu finden. Dazu gehöre auch, eine Verlängerung der Straßenbahn eingehender zu diskutieren. Ein solches Projekt müsse sorgfältig geplant und abgestimmt werden.

Wysocki: „Ich bin für einen Dialog bereit und werde in den nächsten Wochen auf die Stadt Frankfurt zugehen. Dieses Projekt könnte Strahlkraft für weitere interkommunale Projekte zur Mobilität haben.“  

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