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Kreishaus in Friedberg
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Kreishaus in Friedberg

Kreishaus

Viele unklare Geldflüsse

Wo kommt das Geld her, wo fließt es hin? Das ist in der Kämmerei des Wetteraukreises eine fast schon philosophische Frage. Denn in den Büchern herrscht nach Angaben von Landrat Arnold heilloses Chaos. Doch das soll sich jetzt ändern.

Die Kämmerei des Kreises soll neu aufgestellt werden; zudem soll bis Ende 2010 die Eröffnungsbilanz 2007 zur neuen Haushaltsführung unter Doppik vorgelegt werden, teilte Landrat Joachim Arnold (SPD) im Haupt- und Finanzausschuss mit. Das Buchungs- und Kontrollsystem wurde einer Prüfung unterzogen, die zum Teil noch läuft.

Im Antwortkatalog zu den Fragen der Kreistagsmitglieder vermerkte Arnold, dass die Finanzrechnung vermutlich eine Vielzahl ungeklärter Buchungen enthalte. So weise der Saldo 192 Millionen Euro ungeklärter Zahlungseingänge und 106 Millionen Euro Zahlungsausgänge auf, ohne dass der Empfänger bekannt sei. Außerdem schlägt der Fachdienst Finanzen diverse Korrektur- und Umbuchungsempfehlungen vor, die sich auf eine Gesamtsumme von mehr als 41 Millionen Euro beziehen.

Der Fachdienst stellte die Budgetkontrolle nach dem Vier-Augen-Prinzip in Frage. Eine klare Handlungsanweisung gab es für die Kämmerei in Sachen Benutzerrechte für die Finanzsoftware. In der Vergangenheit seien „zu umfangreiche Benutzerrechte“ vergeben worden, heißt es. Diese sollten auf wenige Mitarbeiter reduziert werden“, lautet die Empfehlung.

Auslöser der Prüfungen und Umstrukturierung war der Hinweis des Landesrechnungshofs im Oktober auf den desolaten Zustand der Kreiskämmerei. Landrat Arnold entmachtete damals sofort den zuständigen Dezernenten Ottmar Lich (FW). Der erklärte die Lage unter anderem mit einer unzureichend funktionierenden Software. ( sun)

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