Bad Vilbel

Bad Vibel: Läden bleiben am Sonntag zu

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Das Verwaltungsgericht gibt dem Eilantrag von Verdi statt.

Der sonntägliche Einkaufsbummel am 17. März durch die Kernstadt während der Caravan- und Gewerbemesse ist nun auch in Bad Vilbel Geschichte. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte einen Eilantrag gegen die Sonntagsöffnung beim Verwaltungsgericht (VG) Gießen eingereicht und vor der 8. Kammer recht bekommen. Nach Auffassung der Kammer steht der verkaufsoffene Sonntag am 17. März im Vordergrund des Messetags. „Die sonntägliche Ladenöffnung sei hier nicht als bloßer Annex zu den 14. Caravaning-Tagen und der 24. Bad Vilbeler Handwerks- und Gewerbemesse anzusehen“, heißt es in der Begründung. Überdies bestehe zu den Messen und der Einkaufsstraße keine hinreichende räumliche Nähe, heißt es. Die Caravaning-Tage finden statt auf dem rund 600 Meter entfernten Festplatz, die Leistungsschau des Gewerbes liegt sogar in einem anderen Stadtteil. Zudem gibt es laut VG keinen thematischen Zusammenhang der beiden Messen zur Ladenöffnung.

Gegen das Urteil kann Beschwerde eingelegt werden, doch darauf will der Gewerbeverein verzichten. „Das Risiko ist uns einfach zu groß, vor dem Verwaltungsgerichtshof in letzter Minute zu scheitern“, sagt der Vereinsvorsitzende Jochen Lukarsch auf Anfrage. Der Sonntag sei nicht so wichtig für den Umsatz, vielmehr um sich einem teils neuen Publikum zu präsentieren.

„Läden im Internet können sich rund um die Uhr präsentieren“, sagt er und hofft, dass Verdi beim Straßenfest im Sommer dem Einzelhandel in der Frankfurter Straße nicht erneut einen Strich durch die Rechnung macht.

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