1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Wetterau

Verkauf samt Schloss

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Karben Investor plant Haus in neue Ortsmitte ein

Stadtrat Otmar Stein (CDU) widerspricht Kritik am geplanten Verkauf des Wohnhauses Westliche Ringstraße 2a. Es handele sich um keinen sozialen Ausverkauf, sagt er. Es gehe ihm um eine städtebauliche Gesamtlösung für den Groß-Karbener Ortskern.

Das Wohnhaus gehört der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (Wobau). Die Gesellschaft erwägt einen Verkauf des Gebäudes. Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Karbener Stadtparlament, Thomas Görlich, der auch dem Aufsichtsrat der Wobau angehört, hatte das als „sozialen Ausverkauf“ kritisiert. Preiswerte Wohnungen müssten erhalten werden.

Der Wohnhaus-Verkauf steht laut Stein im Zusammenhang mit dem Verkauf des Degenfeldschen Schlosses. Die Stadt will das marode Gebäude veräußern, um es durch Investoren zu einem attraktiven Mittelpunkt Groß-Karbens machen zu lassen. Der Arbeitskreis Dorferneuerung habe dem zugestimmt, sagt Stein.

Das Wohnhaus gehört zum Ensemble des Schlosses. In den Verhandlungen mit einer Investorengruppe habe sich gezeigt, dass der Verkauf des Schlosses alleine problematisch sei, weil dann wegen der unterschiedlichen Eigentumsverhältnisse ein Gesamtkonzept nur schwer zu realisieren sei.

Die Investoren streben laut Stein ein Gesamtensemble an, bei dem die Architektur aller Gebäude aufeinander abgestimmt ist und das Schloss mit den umliegenden Gebäuden eine Einheit bildet. Stein: „Damit kann auch ein harmonisches Miteinander der Wohnhausmieter und der Schlossnutzer bei der Hof-, Garten-, Grünflächen- und Parkplatzgestaltung sowie deren Nutzung ermöglicht werden“. Die sozialen Aspekte der Bewohner des Hauses 2a würden berücksichtigt, der Mieterschutz gelte weiterhin.

Der Aufsichtsrat der Wobau hat laut Stadtrat Stein ohne Gegenstimme beschlossen, weiter mit der Investorengruppe zu verhandeln. (ieb.)

Auch interessant

Kommentare