Wetterau

Unterkünfte stehen fast leer

Kreis kann Flüchtlingszuweisungen nicht nachvollziehen. In Büdingen leben 108 Flüchtlinge, obwohl Platz für 800 wäre.

Die Wetterauer Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch (SPD) fragt sich, warum der Wetteraukreis vom Regierungspräsidium immer noch Flüchtlinge zugewiesen bekommt, wenn die Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes fast leer stehen.

Der Kreis betreibe 14 Gemeinschaftsunterkünfte, davon eine in Büdingen, direkt neben der hessischen Erstaufnahmeeinrichtung. Während die Unterkunft des Kreises zu 75 Prozent ausgelastet sei, stünden die Gebäude des Landes zu 90 Prozent leer, heißt es in der Mitteilung.

Die insgesamt zwölf Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes seien im Schnitt nur zu einem Drittel belegt. In Büdingen klafften Kapazität und tatsächliche Belegung noch extremer auseinander: 108 Migranten seien untergebracht, wo es Platz für 800 gebe. Becker-Bösch: „Die Berechnungen des Regierungspräsidiums sind nicht nachvollziehbar. Es sollte erst dann auf die Unterkünfte des Kreises verteilt werden, wenn die Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes voll sind.“

Erst dann nehme der Kreis seinerseits die Kommunen in die Pflicht, was richtig sei, unter den jetzigen niedrigen Belegungszahlen die Kommunen aber nur unnötig belaste. jo

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