Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Daniel Schäfer aus Gronau  hat seinen  Zivildienst im Efzet Forum Dortelweil absolviert.
+
Daniel Schäfer aus Gronau hat seinen Zivildienst im Efzet Forum Dortelweil absolviert.

Interview mit Zivi Schäfer

Unten Tanz, oben Malzbier

Teeny Discos und jede Menge Erfahrungen - Daniel Schäfer will seine Zivildienstzeit im Jugendzentrum Efzet-Forum nicht missen. Warum, erklärt er im FR-Interview

Herr Schäfer, heute enden die neun Monate Zivildienst im Jugendzentrum Efzet Forum Dortelweil. Zu Beginn Ihrer Zivildienstzeit sagten Sie gegenüber der Frankfurter Rundschau, dass diese Arbeit für neun Monate okay sei, aber nicht fürs ganze Leben. Hat sich Ihre Einstellung geändert?

Daniel Schäfer: Ich werde es tatsächlich länger als neuen Monate machen, und zwar als Honorarkraft. Auch um die Zeit ein bisschen zu überbrücken - im positiven Sinn, denn es macht Spaß. Das ganze Leben lang will ich trotzdem nicht in diesem Bereich arbeiten. Beruflich will ich mich anders orientieren.

Was haben Sie vor?

Ich habe mich im Bereich Luftfahrt beworben. Das ist ein langjähriger Wunsch.

Welche Aufgaben hatten Sie hauptsächlich?

Ich habe während der Öffnungszeiten im Jugendzentrum gearbeitet, bin einkaufen gegangen. Ich war ein bisschen Mädchen für alles.

Und die Teeny Disco?

Die Teeny Discos waren anstrengend. Aber es ist auch sehr beeindruckend, wenn die Horde von 200 Jugendlichen hier ankommt. Dann haben wir volles Haus auf drei Etagen. Und es ist interessant, weil die Disco ungefähr genauso abläuft, wie bei den Erwachsenen: Unten wird getanzt und oben sitzen die 13-Jährigen beim Malzbier an der Theke.

Hat Sie diese Zeit persönlich bereichert?

Das denke ich in jedem Fall, gerade was die Erfahrungen mit Menschen betrifft. Das soll nicht heißen, dass ich vorher unwissend war, aber Feinheiten und Konfliktsituationen erkenne ich besser. Ich habe viel gelernt.

Wie sind Sie diese zwischenmenschlichen Konflikte angegangen?

Meine Vorgesetzten haben mir erklärt, welche pädagogischen Mittel es gibt, Konflikte zu entschärfen. Vieles geht auch intuitiv. Es bringt nichts, die Jugendlichen einfach machen zu lassen. Wichtig ist, mit ihnen zu reden, dabei konsequent zu bleiben, aber nicht von oben herab.

Sind die Jugendlichen von heute anders zu Ihrer Jugendzeit?

Ich denke schon, dass sich etwas geändert hat - auch zum Negativen. Früher gingen meiner Meinung nach die Jugendlichen mit Älteren respektvoller um.

Können Sie die Zivildienststelle im Efzet Forum weiter empfehlen?

Ja, hier ist jeder Tag ein bisschen anders, nicht so wie bei manchen anderen Zivildienststellen. Im Efzet hat jeder die Möglichkeit, sich selbst einzubringen. Die Atmosphäre ist nett und es macht Spaß, sich mit den Kids auseinander zu setzen, besonders wenn sie gut drauf sind.

Interview: Tina Full-Euler

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare