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Abfahrbereit: Vor dem verwaisten Stellwerk in Friedberg steht ein Zug der Hessischen Landesbahn in Richtung Nidda.
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Abfahrbereit: Vor dem verwaisten Stellwerk in Friedberg steht ein Zug der Hessischen Landesbahn in Richtung Nidda.

Wetterau

Unmut über verpasste Züge

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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AG Horlofftalbahn fordert Verbesserungen am Bahnhof in Friedberg.

„Die Feierabendstimmung ist mies“, klagt Franz Grolig. Der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft (AG) Horlofftalbahn fordert in einer Mitteilung, dass sich die Anschlusssituation für Bahnpendler am Bahnhof in Friedberg in nächster Zeit wieder verbessert. Die knapp verpassten Anschlusszüge stoßen nach seiner Beobachtung bei den Fahrgästen zunehmend auf Unverständnis und sorgen für Unmut.

Nach Angaben Groligs fährt der aus Frankfurt kommende Mittelhessen-Express der Deutschen Bahn nach Feierabend zu häufig mit wenigen Minuten Verspätung in Friedberg ein. Die Regionalbahn der Hessischen Landesbahn, die die Pendler weiter nach Nidda und Wölfersheim bringen soll, verlässt jedoch pünktlich um 18.19 Uhr den Bahnhof der Kreisstadt. Die Folge sei, dass die Pendler des Mittelhessen-Express‘ eine halbe Stunde auf den nächsten Zug warten müssten. Später am Abend sei es dann sogar eine ganze Stunde.

„Das Problem ist erkannt“

Vor der Umstellung des Stellwerks in Friedberg Ende Oktober 2015 sei es üblich gewesen, dass die Anschlusszüge nach Nidda und Wölfersheim die Verspätungen der Züge aus Frankfurt bis zu fünf Minuten abgewartet hätten. Das habe der überlasteten Strecke der Main-Weser-Bahn zwischen Friedberg und Frankfurt angemessen Rechnung getragen. Und auch die Zahl der Pendler sei auf der Strecke ständig gestiegen. Inzwischen dächten jedoch viele aufgebrachte Pendler über einen Umstieg auf das Auto nach – obwohl sie das eigentlich überhaupt nicht wollten.

Beschwerden beim Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) seien „entweder gar nicht oder mit nichtssagenden Standardbriefen“ beantwortet worden. Weder würden Ursachen für die veränderte Anschlusspraxis vom RMV benannt noch werde eine Abhilfe in Aussicht gestellt.

RMV-Sprecherin Petra Eckweiler sagte gestern der Frankfurter Rundschau: „Das Problem mit den verpassten Anschlusszügen ist erkannt.“ Der RMV stehe mit der Deutschen Bahn in Kontakt. Wann die Gespräche zu einer Lösung führen, könne sie jedoch nicht sagen, sagte Eckweiler.

Grolig zufolge konnten sich früher die Fahrdienstleiter im Stellwerk in Friedberg um die Feinabstimmung der Anschlüsse kümmern. Dies sei wegen der Fernsteuerung des Stellwerks von Frankfurt aus nun offenbar nicht mehr möglich. Trotz der erheblichen Investitionen von mehr als 70 Millionen Euro könne die moderne Technik dieses „Manko des Personalabbaus“ in Friedberg nicht ausgleichen.

Die AG Horlofftalbahn hat die Verantwortlichen des RMV und der Bahn aufgefordert, umgehend für eine technische Lösung in der Steuerung zu sorgen, um eine bessere Anschlusssicherheit bei geringfügigen Verspätungen zu erreichen. Letztlich sei nicht die Pünktlichkeit der einzelnen Züge für die Attraktivität des Bahnverkehrs entscheidend, „sondern die möglichst reibungslos funktionierende Reisekette“.

Die AG fordert auch, das Stellwerkpersonal in Frankfurt zu schulen und den Lokführern der Horlofftalbahn geringe Verspätungen zu melden. Mittelfristig müsse eine Softwarelösung gefunden werden, die dafür sorge, dass bei geringen Verspätungen die Signale in Friedberg erst dann auf Grün geschaltet würden, wenn die Fahrgäste den Anschlusszug auch erreicht hätten.

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