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Projekt „Familienstadt mit Zukunft“

Unerfüllter Kinderwunsch

Hessen benötigt mehr Kinder, um die zunehmende Vergreisung im Land zu stoppen oder den Trend sogar umzukehren. Das soll ein Projekt der Hessen-Agentur schaffen.

Dem Land drohen verwaiste Kindertagesstätten und Schulen. Vielleicht werden sie für die Seniorentagespflege oder in Altenheime umgebaut. Mit dem Projekt „Familienstadt mit Zukunft“ soll in einem Feldversuch herausgefunden werden, welche Aktionen, Förderung, Institutionen oder Infrastruktur junge Paare motivieren könnten, Kinder zu bekommen.

Mit 1,4 Kindern pro Frau im Alter zwischen 18 und 40 Jahren liegt Hessen zwar nahe dem Bundesdurchschnitt, jedoch wird es unter Beibehaltung dieser Quote im Jahr 2050 nur noch 5,5 Millionen Hessen geben, das sind zehn Prozent weniger Einwohner als das Land 2003 zählte, so eine Prognose des Sozialministeriums aus dem Jahr 2005. Nach Darstellung der damaligen Sozialministerin Silke Lautenschläger (CDU) bräuchte das Land eine Geburtenquote von statistisch 2,1 Kinder pro Frau. Eine solche Geburtenziffer wurde nach dem Statistischen Bundesamt zuletzt Anfang der 70er Jahre erreicht.

33 Städte bewerben sich

Das Hessische Sozialministerium schrieb 2005 das Projekt für Kommunen bis 20000 bis 50000 Einwohnern aus. 33 Städte bewarben sich mit einem Konzept. Überzeugen konnten die Pläne von Büdingen und Frankenberg am Edersee. Gestartet wurde 2006. In beiden Städten wird das auf zehn Jahre begrenzte Projekt von der Hessen Agentur wissenschaftlich begleitet. Je fünf Millionen Euro können die Kommunen abrufen.

Familienzentrum, Ausbau und Verbesserung des Betreuungsangebotes, familienfreundliche und generationsübergreifende Freizeitangebote, und Arbeitgeber, die familiengerechte Arbeitszeiten nicht nur als Etikett nutzen. Das sind nur einige Punkte auf der Agenda, die in Büdingen wie in Frankenberg vorzufinden sind so wie das Sparbuch, das die Städte jedem neuen Erdenbürger auf ihrer Gemarkung spendieren. ( sun)

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