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Wetterau

SPD trifft sich zur Klausur

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Gut einen Monat nach der Kommunalwahl trifft sich die SPD-Kreistagsfraktion zu ihrer ersten Sitzung in Wölfersheim. Hier befindet sich eine der wenigen Hochburgen der Partei in der Wetterau. Nach einem kreativen Wahlkampf erhielt die SPD dort am 6. März 67,3 Prozent.

Gut einen Monat nach der Kommunalwahl wird sich die neue SPD-Kreistagsfraktion morgen zu einer Klausurtagung in Wölfersheim treffen. Die bisherige Fraktionsvorsitzende Christine Jäger aus Nidda hat schon angekündigt, sich zur Wiederwahl zu stellen. Auch ihre beiden bisherigen Stellvertreter, Stefan Lux und Kristina Paulenz, wollen laut SPD-Geschäftsführer Christian Dietzel abermals kandidieren. Nachdem Karl-Heinz Schneider nicht mehr dem neuen Kreistag angehört, muss jedoch ein dritter stellvertretender Fraktionsvorsitzender oder eine Vize-Fraktionsvorsitzende neu gewählt werden.

Für den SPD-Unterbezirksvorsitzenden, Landrat Joachim Arnold, war die Stimmung in den 25 Wetterauer SPD-Ortsverbänden nach den Wahlen am 6. März – je nach Ergebnis – recht unterschiedlich. Die Resultate seien „weit auseinandergefallen“, so dass das kreisweite Ergebnisse „ein Konglomerat von besseren und schlechteren Wahlergebnisse“ widergespiegelt habe. Der Unterbezirksvorstand wolle Ortsvereine dabei unterstützen, sich bei Bedarf neu zu strukturieren, sagte Arnold gestern der FR.

Entscheidend sei es, Menschen in den Städten und Gemeinden zu finden, die bereit seien, sich für „die älteste demokratische Partei Europas“ zu engagieren.

Zu einer möglichen Koalition mit der CDU, die wieder stärkste politische Kraft im Wetterauer Kreistag geworden ist, sagte der SPD-Vorsitzende, es liege nun an der CDU zu entscheiden, ob sie ein Zweierbündnis mit der SPD oder ein Viererbündnis mit Grünen, Freien Wählern und der FDP bevorzuge. Er plädiere „für eine verlässliche Koalition“, sagte Arnold. Er äußerte sich auch zur Frage, wer künftig den Vorsitz im Kreistag übernehmen soll. Arnold kündigte an, dass die SPD den Kandidaten der CDU unterstützen werde. Wer für den Posten von der CDU nominiert wird, steht aber noch nicht fest.

Nicht äußern wollte sich Arnold zur Äußerung des CDU-Kreisbeigeordneten Oswin Veith, der bezweifelt hatte, dass der Landrat überhaupt ernsthaft einer Zusammenarbeit mit der CDU interessiert sei. Er werde sich über vertrauliche Gespräche nicht äußern, sagte Arnold.

In Wölfersheim, wo sich die SPD-Fraktion morgen trifft und Arnold lange Bürgermeister war, befindet sich noch eine der wenigen SPD-Hochburgen in der Wetterau. Während die SPD im Kreis knapp vier Prozentpunkte einbüßte, nur noch auf 28 Prozent der Stimmen kam und mit 23 Kreistagsabgeordneten drei weniger stellt als bisher, konnten die Genossen in Wölfersheim ihr gutes Ergebnis von 2011 nochmals um mehr als sieben Prozentpunkte übertreffen. Mit 67,3 Prozent hat die SPD in keiner anderen Kommune in der Wetterau mehr Stimmen bekommen.

Selbst den erfolgsverwöhnten Bürgermeister Rouven Kötter (SPD), der ein politischer Ziehsohns Arnolds ist, hat das Ergebnis überrascht. Er erklärt sich das herausragende Resultat mit einem „bewusst eigenständigen und kreativen Wahlkampf“. So habe die SPD mit dem Slogan „Erfolgsrezept Wölfersheim“ für sich geworben. Zudem hätten sich mehr als 60 Bürger aus der Gemeinde offen zur SPD bekannt. „Wir probieren Neues aus, um unsere Gemeinde weiter voran zu bringen“, sagt Kötter.

Absolute Mehrheiten erreichte die SPD auch in Limeshain (63,9 Prozent), Florstadt (59,6) und Echzell (55,6). In Niddatal legte sie mit dem parteilosen Bürgermeister Bernhard Hertel auf der Liste um neun Prozentpunkte zu. Hier lautete das Erfolgsrezept „bürgernahe Veranstaltungen“, so Parteisprecher Wolfgang Dittrich.

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