Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Christel Klepp, umrahmt von Schülern
+
Christel Klepp, umrahmt von Schülern

Karben

Tränen zum Abschied

30 Jahre lang war Christel Klepp Leiterin der Selzerbachschule in Karben. Am Anfang war sie die Jüngste im Kollegium, jetzt nimmt sie Abschied von Schülern und Kollegen.

Von Livia Weber

Christel Klepp ist wehmütig zumute. „Ich weiß, dass ich weinen werde“, sagt die Rektorin der Selzerbachschule in Karben. Am kommenden Montag ist ihr letzter Arbeitstag. Nach fast 30 Jahren an der Spitze der Schule geht sie in den Ruhestand. Im Gespräch mit ihr wird deutlich, wie sehr ihr die Schule, das Kollegium und die Kinder ans Herz gewachsen sind. Gerade 31 Jahre alt war sie, als sie 1981 als Rektorin an die Schule kam. „Ja, ich war die Jüngste im Kollegium“, sagt sie und lacht. Allerdings habe sie nie Autoritätsprobleme gehabt, dank der verständnisvollen Kollegen.

Lehrerin ist bis heute ihr Traumberuf. Sie hatte sich für diesen Beruf und gegen eine Karriere als Sängerin entschieden, denn sie ist auch ausgebildete Opern- und Konzertsängerin. Parallel zu ihrem Lehramtsstudium studierte sie Gesang am Hochschen Konservatorium in Frankfurt. Die Musik liegt ihr bis heute am Herzen. Die Schwerpunkte Musik und Bewegung der Schule verdeutlichen es. Die Rektorin schätzt gemeinsames Musizieren, da „Kinder dabei lernen aufeinander Rücksicht zu nehmen und sich zu konzentrieren“.

Die 61-Jährige konnte in den 30 Jahren beobachten, wie sich das Verhalten der Kindheit im Vergleich zu früher langsam veränderte: „Kinder bewegen sich nicht mehr so, sie spielen nicht mehr frei“. Darauf müsse die Schule reagieren. Mit dem Konzept der „aktiven Pause“ wird auf dem Schulhof gegengesteuert.

Mehr Verwaltungstätigkeit

Auch die Arbeit eines Schulleiters hat sich verändert. Anfangs habe sie noch viel selbst unterrichtet, das sei immer weniger geworden, weil die Verwaltungstätigkeit immer mehr zunahm.

Als Schulleiterin musste sie erfahren, dass es schwer ist, es allen Recht zu machen. Sie habe sich stets um einen klaren, aber gerechten Ton bemüht, sagt die resolut auftretende Rektorin. „Für mich standen immer die Kinder im Vordergrund, an denen orientiere ich mich“, sagt sie.

Hat sie nie daran gedacht, die Schule zu wechseln? Es gab diesen Moment, sagt sie. Allerdings habe ihr die damalige Konrektorin den Rat gegeben: „Wenn Sie was ganz Neues machen wollen, warum machen Sie es nicht hier?“ Das hat sie getan.

Die Grundschule bekam 1987 ihren heutigen Namen, Selzerbachschule. Klepp hatte sich dafür eingesetzt, dass die Schule nach der Flur Selzerbach benannt wurde und nicht nach einer berühmten Person. Auch wenn Klepp die Schule vermissen wird, gewinnt sie dem Abschied etwas Positives ab. Lachend sagt sie, dass sie nun „endlich außerhalb der Hochsaison verreisen kann“. Ihre Nachfolgerin wird Konrektorin Petra Matthes-Ahäuser. Darüber ist Klepp „auch sehr froh“.

Rektorin Christel Klepp wird am Freitag, 28. Januar, um 11 Uhr in der Aula der Selzerbachschule, Schulstraße 6, in Klein-Karben verabschiedet.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare