Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Land ist teuer in Bad Vilbel, hier in Dortelweil-West.
+
Land ist teuer in Bad Vilbel, hier in Dortelweil-West.

Teures Bauland in Bad Vilbel

  • Martin Brust
    VonMartin Brust
    schließen

Wetterau Immobilienmarktbericht zeigt große Unterschiede zwischen Alt- und Ostkreis

Gute Nachrichten für Grundeigentümer sind schlechte für Bauherren: Nirgends im Wetterau- und dem Main-Kinzig-Kreis ist Bauland für Wohnungen teurer als in Bad Vilbel. 381 Euro kostete der Quadratmeter (Kernstadt) 2010 im Schnitt, rund 300 Euro in den Stadtteilen Massenheim, Gronau und Dortelweil. In den 25 Kommunen des Wetteraukreises wurden selten solche Quadratmeterpreise erreicht, über 300 Euro gingen sie lediglich in der Kernstadt von Bad Nauheim. In Karben kostet Bauland zwischen 190 und 281 Euro, in Friedberg 140 bis 290 Euro. Die Zahlen stehen im aktuellen Immobilienmarktbericht für Main-Kinzig und Wetterau, der vom Amt für Bodenmanagement herausgegeben wird, die Städte Büdingen und Hanau aber nicht berücksichtigt.

Die Erklärung für die hohen Preise – die in der Tendenz, nicht aber in der Höhe, ihre Entsprechung auch in denen für Ackerland oder Gewerbeflächen findet – heißt nicht nur Frankfurt. Obwohl die Nähe zur Großstadt natürlich ein wichtiger Faktor ist, aber es gibt auch noch die Nachfrage. Denn Vilbel ist nach Maintal auch die am dichtesten besiedelte Stadt beider Kreise. Das Amt setzt dabei die Bevölkerungszahl nicht ins Verhältnis zur Fläche, sondern zum Bauland einer Kommune. Mit gut 6003 Einwohnern je Quadratkilometer liegt Vilbel weit vor Bad Nauheim (Platz 3, 5531 Einwohner). In dieser Tabelle zeigt sich auch, dass die Menschen in der Wetterau mehr Platz haben als die im Nachbarkreis. Unter den zehn am dichtesten bevölkerten Städten beider Kreise sind nur vier (Vilbel, Nauheim, Wöllstadt und Friedberg) aus der Wetterau. Karben liegt auf Platz 13.

Insgesamt wurden dem Amt 2010 fast 6300 Grundstücksgeschäfte (Verkäufe und Zwangsversteigerungen, keine Schenkungen oder Übertragungen) gemeldet. Rund 30 Prozent davon, fast 1900, wurden im Altkreis Friedberg getätigt. Auf Vilbel entfielen 328 Verkäufe und auf Karben 287. Das bedeutet, in diesen beiden Städten fanden fast zehn Prozent aller Immobilientransaktionen in den beiden Kreisen statt.

„Die steigende Anzahl der Kaufverträge deutet auf eine wachsende, positive Entwicklung des Immobilienmarktes hin“, so das Amt. In Karben hält diese positive Entwicklung seit 2007 an, in Vilbel steigt die Zahl der Transaktionen seit 2008 kontinuierlich. Zwangsversteigerungen sind dafür im gesamten Berichtsgebiet auf dem niedrigsten Stand seit sieben Jahren. Im Altkreis Friedberg wurden 39 Immobilien zwangsversteigert, ein Rückgang von 22 Prozent gegenüber 2009.

Vom starken Immobilienmarkt möchte offenbar auch die Stadt Bad Vilbel profitieren, denn sie bietet noch bis Monatsende zwei Grundstücke in Dortelweil-West an, auf denen mehrgeschossiger Wohnungsbau möglich ist. Für die rund 2400 Quadratmeter in der Beethovenstraße verlangt sie zwischen 360 und 400 Euro je Quadratmeter, für die etwas kleinere Fläche in der Konrad-Adenauer-Allee sogar 410 bis 460 Euro. Laut dem Immobilienmarktbericht beträgt der durchschnittliche Preis für erschlossenes Bauland in Dortelweil 302 Euro. Die Preisvorstellungen der Stadt liegen sogar über dem im Bericht angegebenen Höchstwert von 380 Euro für den Quadratmeter.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare