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Karben

SPD sucht Gründe für Wahlschlappe

Die Sozialdemokraten in Karben knabbern immer noch an ihrer Niederlage vom 27. März. In Zukunft wollen sie mehr auf den politischen Nachwuchs setzen.

Von Monica Bielesch

Auf einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung versuchte die Karbener SPD ihr Abschneiden bei der Kommunalwahl Ende März zu analysieren. Von zehn Sitzen in der Stadtverordnetenversammlung haben die Sozialdemokraten fünf verloren. Die CDU in Karben konnte entgegen dem Landestrend sogar noch Stimmen dazugewinnen. So war denn auch die Stimmung in der Gaststätte „Bei Anna“ in Groß-Karben eher gedrückt.

„Zweifellos eine bittere Niederlage“, resümierte Vorsitzende Christel Zobeley. Auch der ehemalige Bürgermeister Detlef Engel meinte: „Es gibt nichts zu beschönigen, wir haben eine schwere Niederlage erlitten.“ Er betonte die Dringlichkeit eines Neuanfangs für die Partei, denn es sei nicht gelungen, die Bürger mit den sozialdemokratischen Themen zu erreichen. Engel, der zwar ins Stadtparlament gewählt wurde, will jedoch auf sein Mandat zugunsten jüngerer Kandidaten verzichten. „Wir müssen alte Strukturen aufbrechen und jüngeren Leuten eine Chance geben“, sagte er unter dem Applaus der 51 Anwesenden.

Klartext redete der Petterweiler Hermann Reuter, der als entscheidend für die herbe Wahlschlappe die „Altlasten“ der SPD aus ihrer Zeit als Regierungspartei ansah. Es sei falsch gewesen, sich damals drei hauptamtliche Stadträte zu leisten Auch die monatelangen Diskussionen um die städtischen Pflegedienste und den dafür verantwortlichen ehemaligen SPD-Stadtrat Jochen Schmitt hätten Stimmen gekostet. Ebenfalls kritisch sah der Petterweiler das Auftreten der SPD-Fraktion. Dort müssten alle „Flagge zeigen“ und nicht nur der Fraktionsvorsitzende. Auch der Wahlkampfslogan „Karben gerecht“ habe keine Wähler mobilisiert. Es müsse der Partei gelingen, den politischen Nachwuchs zu fördern und die Parteiarbeit in den Stadtteilen zu aktivieren.

Jochen Schmitt gab sich selbstkritisch. Nachdem er nun mit der SPD im dritten Wahlkampf hintereinander eine Niederlage einstecken musste, habe er über personelle Konsequenzen nachgedacht und festgestellt, „dass ich in vorderster Front nichts mehr zu suchen habe“.

Nachwuchspolitiker Daniel Kömpel plädierte in einer enthusiastischen Rede für eine stärkere Nutzung des Internets als Medium zur internen und externen Kommunikation. Mithilfe des Internets und besonderer Aktionen könnte die SPD Politik erlebbar machen.

Zum Abschluss gestand auch der neue und alte Fraktionsvorsitzende Thomas Görlich die Wahlniederlage ein. Er appellierte eher an das Zusammengehörigkeitsgefühl der Genossen statt kritische Rückschau zu betreiben. Die SPD müsse sich in Zukunft weiter für Transparenz in der Karbener Politik einsetzen.

Am Motto „Karben gerecht“ will Görlich weiter festhalten und in fünf Jahren bei der nächsten Wahl besser abschneiden.

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