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Das 90 Jahre alte Kurhaus wird um eine moderne Stadthalle erweitert.
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Das 90 Jahre alte Kurhaus wird um eine moderne Stadthalle erweitert.

Stadtentwicklung in Bad Vilbel

Stadthallen-Tiefgarage wird teurer

  • Andreas Groth
    VonAndreas Groth
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Die vorbereitenden Bauarbeiten für die Tiefgarage der geplanten Stadthalle in Bad Vilbel können beginnen. Ihr Bau soll erheblich teurer werden als ursprünglich geplant.

Auf dem eingezäunten Baufeld neben dem Kurhaus in Bad Vilbel herrschte am Dienstag eitel Sonnenschein. Es gab ein freudiges Ereignis zu feiern. Das Kreisbauamt hat die Gründungsarbeiten für die Tiefgarage der geplanten Stadthalle genehmigt. Landrat Jan Weckler (CDU) übergab die Genehmigung, ein dickes Paket Unterlagen, am Dienstag an den Betriebsleiter der Bad Vilbeler Stadtwerke, Stadtrat Klaus Minkel (CDU). Die Tiefgarage mit etwa 370 Stellplätzen soll auf Rechnung der Stadtwerke gebaut werden, einer GmbH, deren Alleingesellschafter die Stadt ist. Der Rüsselsheimer Projektentwickler E+P, der gemeinsam mit der Dorint-Gruppe das an die Stadthalle anschließende Hotel bauen will, beabsichtigt, den Stadtwerken etwa 100 Parkplätze abzukaufen.

Dem Vernehmen nach wird die Tiefgarage allerdings erheblich teurer werden als ursprünglich geplant, die Rede ist von einer bis zwei Millionen Euro zusätzlich. Stadtrat Minkel konnte am Dienstag keinen Betrag nennen. Das Stuttgarter Architekturbüro Vielmo, dessen Stadthallen-Entwurf alle Stadtverordneten für den geeignetsten hielten, hatte rund 10,3 Millionen Euro für die Tiefgarage veranschlagt. Dabei werde es nicht bleiben, sagte Minkel nur.

Klar ist: Die Stadtverordneten wollen wissen, was das heißt. Auf einen Vorschlag der Grünen hin hatte das Stadtparlament den Magistrat im Oktober 2017 verpflichtet, zweimal im Jahr über den Stand der Baukosten zu berichten. Minkel wird noch abwarten, bis die Ausschreibung für den „schlüsselfertigen Neubau einer Stadthalle mit Orangerie und Tiefgarage inklusive technischer Gebäudeausstattung, Bühnentechnik und Freianlagen“ endet. Am 26. Oktober läuft die Frist ab.

So sehr alle Beteiligten auch auf’s Tempo drücken mögen – dass die Stadthalle mit mehr als 1000 Sitzplätzen bis zum Hessentag Anfang Juni 2020 in Bad Vilbel fertig wird, glauben mittlerweile die wenigsten. Da klang Landrat Weckler fast schon optimistisch, als er sagte, der Zeitplan werde von Monat zu Monat enger. Man könnte auch sagen, dass die Besucher des Landesfestes in 20 Monaten wohl noch eine Baustelle vorfinden werden. Gleichwohl erinnerte Erster Stadtrat Sebastian Wysocki (CDU) am Dienstag daran, wie zügig Verwaltung und Stadtverordnete das Projekt vorangetrieben hätten. Man müsse sich anschauen, in welcher Rekordzeit die Beschlüsse getroffen worden seien und wie schnell der Bebauungsplan aufgestellt worden sei.

Nach dem Votum für Vielmo vor einem Jahr beschlossen die Stadtverordneten vergangenen März den entsprechenden Bebauungsplan namens „Kurpark West“. Einzig die Grünen stimmten seinerzeit gegen den Plan, weil sie das Dorint-Hotel im Kurpark ablehnen – flankiert von der Kritik des ADFC, der wichtige Radwegeverbindung durch das Projekt gekappt sieht. Im Juni wurde das alte Hallenbad, an dessen Stelle die Stadthalle kommen soll, abgerissen.

Es sei ein besonderer Tag für Frankfurts Nachbarstadt, sagte Stadtrat Minkel, kurz bevor die Honoratioren mit weißem Helm symbolisch den Spaten schwangen. Das Projekt sei ein Stück weit der Abschluss der Neuen Mitte in Bad Vilbel, ergänzte Wysocki. Die eröffnete vor fünfeinhalb Jahren auf der anderen Nidda-Seite.

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