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Entwurf des 200 Millionen Euro teuren Projekts.
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Entwurf des 200 Millionen Euro teuren Projekts.

Bad Vilbel

Sport soll von Bad profitieren

Der Thermen-Investor trägt Defizit den des Betriebs in Bad Vilbel. Die Grünen kritisieren den geplanten Flächenverbrauch.

CDU und SPD freuen sich, die Grünen hingegen bleiben bei ihrer Kritik am Bau des künftigen Bad Vilbeler Wellnessbads. Die Wund-Stiftung hat in dieser Woche beim Wetteraukreis als Genehmigungsbehörde den Bauantrag dafür eingereicht.

Wie CDU-Fraktionsvorsitzende Irene Utter mitteilt, freut man sich, dass der Bauantrag für die Thermenwelt eingereicht wurde. Die gewaltige Menge an Akten zeige eindrucksvoll, welch große Arbeit bereits geleistet worden sei. 120 Aktenordner umfasst der Bauantrag für die Megatherme.

Utter verweist weiter darauf, dass zunächst das Kommunalbad gebaut werde, das deutlich größer sein werde als das alte im Kurpark. „Schulschwimmen und Vereinssport erhalten ganz neue Möglichkeiten, sich zu entfalten – und das zu erschwinglichen Preisen“, verspricht sie. Zu den finanziellen Auswirkungen sagt sie: „Während nahezu alle kommunalen Schwimmbäder erhebliche Defizite produzieren, die die Steuerzahler belasten, wird Bad Vilbel von Anfang an am Erfolg der Therme beteiligt sein.“

Der Bau wird ihren Angaben zufolge rund 250 Millionen Euro kosten. Die Stadt stelle das knapp vier Millionen Euro teure Grundstück und erhalte dafür eine Pacht von 200 000 Euro. Die Stadtwerke, die sich am Bau des Kommunalbades und eines Parkhauses mit einer Gesamtsumme von 25 Millionen Euro beteiligen, bekommen jährlich ein Nutzungsentgelt, gestaffelt nach Jahren und der Zahl der Besucher:innen. Im ungünstigsten Fall seien es zwei Millionen Euro, im günstigsten Fall könnten die Stadtwerke so 5,5 Millionen Euro pro Jahr von der Wund-Gruppe erhalten. Der Bauherr der Therme übernehme auch das zu erwartende Defizit des Kommunalbades in Höhe von 800 000 Euro jährlich, so Utter.

Der Co-Fraktionschef der Grünen, Jens Matthias, sagt, man bleibe bei der skeptischen Haltung, die man schon bei der Diskussion um den Bebauungsplan geäußert habe. So seien die finanziellen Auswirkungen unklar. Versprechungen und Zusagen würden je nach Kassenlage vom Investor mit der Mehrheit von CDU und FDP angepasst. Kritisch sehen die Grünen auch die mögliche Verkehrsbelastung: Der Verkehr und die Belastung der Stadt durch die vielen Besucher:innen werde von der Koalition „entweder nicht gesehen und einfach ignoriert“. Die Partei kritisiert zudem den „maßlosen Flächenverbrauch“.

Die SPD begrüßt zwar grundsätzlich den Bau des Kombibades, äußert aber auch skeptische Töne. Fraktionschef Christian Kühl sagt, seine Fraktion begrüße die Einreichung des Bauantrags. „Jedoch können wir uns erst dann richtig freuen, wenn auch die ersten Baumaßnahmen getätigt werden.“ „Denn in den letzten Jahren wurde schon mehrmals gesagt und geschrieben, dass der Bau der Therme endlich losgeht.“

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