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Thorben Waller (links) und Horst Halefeldt.
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Thorben Waller (links) und Horst Halefeldt.

Karben

Sport-Jugend hat eine Vertretung

  • Andreas Groth
    VonAndreas Groth
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Thorben Waller ist neuer Jugendleiter der Turngemeinde Groß-Karben.

Gemessen an der Anzahl der Jahre, die Thorben Waller schon Mitglied der Turngemeinde (TG) Groß-Karben ist, könnte man ihn fast als Vereinsroutinier bezeichnen. Vor 21 Jahren, direkt nach Wallers Geburt, haben ihn seine Eltern beim Verein angemeldet. Die Familie ist der TG eng verbunden.

Der Vater leitete jahrelang die Turnabteilung, die Mutter führt zurzeit die Abteilung Fitness und Gesundheit. Seit vergangenen Freitag übernimmt nun auch der 21 Jahre alte Student Verantwortung für die TG. Er ist neuer Vereinsjugendleiter und hat damit ein Amt inne, dem erst Anfang des Monats Leben eingehaucht wurde.

Zwar enthielt die Vereinssatzung schon vorher die Möglichkeit, einen Jugendausschuss mit dem Jugendleiter an der Spitze einzurichten. Gebrauch wurde davon aber nicht gemacht. Die Mitgliederversammlung am Freitag änderte das. Auf Vorschlag Wallers und fünf weiterer Jugendlicher im Alter von 15 bis 20 Jahren beschloss sie eine Jugendordnung.

Älteren in den Vereinsgremien überrepräsentiert

Waller hatte im Januar mit einem Aushang in der Vereinshalle nach Mitstreitern gesucht und die Initiative zur Bildung einer Jugendversammlung ergriffen. Diese ist gewissermaßen das Parlament der Vereinsjugend. „Die ganze Vereinsführung freut sich, dass die Jugend sich organisiert“, sagt Waller.

Er selbst ist als Jugendleiter der Kopf des für zwei Jahre gewählten Jugendausschusses und vertritt die Interessen der Jugend im Vereinsrat, dem erweiterten Vorstand. Der entscheidet über die wichtigen Angelegenheiten des Vereins, genehmigt Jahresabschlüsse und Haushaltspläne – ab sofort auch mit Wallers Stimme. „Die Älteren sind in den Vereinsgremien überrepräsentiert“, sagt er. Rund 40 Prozent der TG-Mitglieder sind zwischen einem und 26 Jahren alt. Zur Vereinsjugend gehören alle TGler bis 27 Jahre.

Dass sich die nun organisieren, hat auch zum Ziel, die jungen Menschen der verschiedenen Sportarten näher zusammenzubringen. „Gruppen übergreifend kennt man sich kaum“, berichtet Waller. Damit Volleyballer die Badminton-Spieler oder Leichtathleten die Ringtennis-Spieler kennenlernen, dafür sei bislang wenig gemacht worden.

Die unterschiedlichen Abteilungen trainierten verstreut über die Kärber Turnhallen, ergänzt TG-Pressesprecher Horst Halefeldt. Dies erschwere Kontakte. Sechs verschiedene Sportstätten nutzt die TG, darunter die vereinseigene Sporthalle am Park und die Halle der Kurt-Schumacher-Schule.

Besonders für die Fünf- bis Zehnjährigen

Es gehe darum, den „sozialen Zusammenhalt der Jugend“ zu fördern, so Halefeldt. Wie der gestärkt werden soll, dafür gibt es im Jugendausschuss schon einige Ideen: Grillabende, Feiern mit Übernachtung in der Vereinshalle und Nachtwanderungen. Besonders will sich Waller um die ganz jungen Mitglieder zwischen fünf und zehn Jahren kümmern, zum Beispiel mit Bewegungs- und Freizeitnachmittagen.

Sie wolle man früh für das Vereinsleben begeistern. „Diese Kinder sind dann natürlich sehr gute potenzielle Nachfolger für unsere Posten, wenn wir irgendwann mal zu alt dafür sind“, sagt der Jugendleiter mit einem Augenzwinkern.

Für den Verein bedeuten die neuen Jugendgremien aber nicht nur, dass die Belange der Jüngeren künftig stärker in der Vereinsspitze zu hören sein sollen. Ebenso wichtig sei die umgekehrte Richtung, sagt Sprecher Halefeldt. Es gebe Themen, die der Jugend klar gemacht werden müssten. Zum Beispiel das seit Kurzem vorgeschriebene erweiterte polizeiliche Führungszeugnis für alle Übungsleiter. Ziel, so Waller, sei der „aktiver Austausch“ zwischen Jugend- und Vereinsrat.

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