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Minister Jörg-Uwe Hahn nimmt die Eindrücke aus dem Projekt mit nach Wiesbaden.
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Minister Jörg-Uwe Hahn nimmt die Eindrücke aus dem Projekt mit nach Wiesbaden.

Bildung

Spielend lernen

  • Tina Full-Euler
    VonTina Full-Euler
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Das Heilsberger Pilotprojekt macht in Hessen Schule und belebt die Diskussion. Das Schulvorbereitungsjahr soll den Übergang in die erste Klasse erleichtern.

Das Heilsberger Pilotprojekt macht in Hessen Schule und belebt die Diskussion. Das Schulvorbereitungsjahr soll den Übergang in die erste Klasse erleichtern.

Die sechsjährige Assal besucht gern die Ernst-Reuter-Schule. „Hier gibt es auch Teenager“, sagt sie stolz. Dabei ist Assal noch gar kein Schulkind, sie nimmt teil am Schulvorbereitungsjahr (SVJ) in den Räumen der Ernst-Reuter-Schule auf dem Heilsberg.

Seit Oktober 2008 bietet der Verein Möwe Jonathan das SVJ als Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Vilbel für Heilsberger Kinder an. Das Projekt laufe erfolgreich, die Nachfrage sei stets gestiegen, sagt Vereinsvorstand Karl Klefenz. Im ersten Jahr waren acht Kinder dabei, im zweiten 15 und nun 26 Kinder, wie Klefenz berichtet: „Damit erleben wir, dass wir an unsere Grenzen kommen.“


Minister Hahn zu Besuch

Der Erfolg des Projekts hat den hessischen Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) auf den Plan gerufen. Schließlich habe die FDP vor der Wahl die „Idee der Vorschule“ ins Spiel gebracht, sagte Hahn bei seinem gestrigen Besuch an der Ernst-Reuter-Schule. „Ich will mir das Pilotprojekt anschauen, um daraus Schlussfolgerungen für die Arbeit in Wiesbaden zu ziehen“, so der Minister.

„Das SVJ soll den Übergang vom Kindergarten in die Schule erleichtern“, erläutert Klefenz. Immer wieder habe er erlebt, dass für die Erstklässler der Einstieg in das Schulleben schwierig sei. „Reife und Fähigkeiten der Kinder klaffen oft auseinander.“

Um die 26 Vorschulkinder zwischen fünf und sieben Jahren kümmern sich fünf pädagogische Mitarbeiter. Sieben der Kinder haben einen Migrationshintergrund, dazu kommt ein sogenanntes Integrationskind, also ein behindertes Kind. Um ihre deutschen Sprachkenntnisse zu verbessern, können die ausländischen Vorschüler täglich um 8 Uhr an „Vorlaufkursen“ teilnehmen. Die Vorschule geht von 7.30 bis 15 Uhr, die Kernzeit von 9 bis 12 Uhr. Es gibt ein gemeinsames Mittagessen. Den Vormittag strukturiert ein Wechsel von Lern- und Spielphasen, wie Pädagogin Beate Srostlik berichtet. „Wir kommunizieren mit den Kindern, alle können drankommen“, so Srostlik. Außerdem gebe es gemeinsame Projekte mit Grundschulklassen, ergänzt die Leiterin der Ernst-Reuter-Schule, Angelika Ringler. Die Direktorin spricht sich dafür aus, das SVJ wenn möglich in Schulen und nicht in Kitas zu integrieren. So hätten die Erstklässler nicht gleichzeitig mit Beginn der Schulzeit eine neue Umgebung zu bewältigen.

Der Verein Möwe Jonathan wünscht sich Unterstützung für eine wissenschaftliche Auswertung des Pilotprojekts. „Ich will was erreichen hier. Das ist zugesagt“, lautete Hahns Anwort.

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