Kinder

Spiel- und Lernstube soll bleiben

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Die SPD Bad Vilbel kritisiert die geplante Schließung des Schülerhorts durch die Stadt.  

„Es ist ein schlechter Stil, die Eltern vor vollendete Tatsachen zu stellen und mit dem Versorgungsproblem allein zu lassen. Bürgerdialog ist das nicht,“ sagt die SPD-Stadtverordnete Mirjam Fuhrmann. Sie bezieht sich damit auf die geplante Schließung der Spiel- und Lernstube in der Homburger Straße zum Ende des Schuljahres 2020/21 (die FR berichtete am 16. Mai).

Wegen der zunehmenden Ganztagsbetreuung an den Schulen sei der Schülerhort nicht mehr nötig, begründete Bad Vilbels Sozialdezernentin Heike Freund-Hahn (FDP) den Schritt. Ein Ersatzangebot ist nicht vorgesehen.

Zwar sei nachvollziehbar, dass die Erzieher und Erzieherinnen dringend für die Kindertagesstätten benötigt würden, so Fuhrmann. Der Pakt für den Nachmittag – das Landesprogramm für die Ganztagsbetreuung an Schulen – sei jedoch noch keine Alternative für eine Hortbetreuung. Die Nachmittagsangebote reichten noch nicht aus, betont Fuhrmann.

Den Eltern sei es neben der Berufstätigkeit nur sehr schwer zuzumuten, die Nachmittagsbetreuung ehrenamtlich zu organisieren. Zudem kämen in diesem Fall auch erhebliche Kosten auf die Eltern zu.

Die Vilbeler SPD fordert die Stadt auf, möglichst schnell, „am Besten in Zusammenarbeit mit der Elternvertretung und dem eigentlich zuständigen Kreis“, eine Alternative zu erarbeiten. Ziel müsse sein, die Spiel-und Lernstube über 2021 hinaus anbieten zu können.

Zumindest aber so lange, bis das Land eine annehmbare Ganztagesbetreuung an den Grundschulen erarbeitet habe, so Fraktionsvorsitzender Christian Kühl.  

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