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Zentrale des Stromversorgers Ovag.
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Zentrale des Stromversorgers Ovag.

Ovag

Ran an den Speckgürtel

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Die Oberhessischen Versorgungsbetriebe nutzen die allgemeine Tariferhöhung zur Kundenakquise im Umland. Nur im Revier der Stadtwerke Bad Vilbel will die Ovag nicht wildern.

Trotz einer Strompreiserhöhung um 5,5 Prozent ab Januar geht die Oberhessischen Versorgungsbetriebe AG (Ovag) nicht von einer Kundenabwanderung aus, eher vom Gegenteil. Vor drei Wochen habe der Versorger eine Werbeaktion gestartet, mit der ehemalige Kunden bei der Stange gehalten und neue unter Vertrag genommen werden sollen, teilt Marketingleiterin Britta Adolph mit. Jetzt schon zeichne sich ein Erfolg ab. Ihre Erklärung: „Alle erhöhen 2011 den Tarif, die Ovag jedoch am geringsten.“

Andreas Matlé, Pressesprecher des Unternehmens, erklärt das Warum: „Die Ovag hat bereits günstige Strommengen für das ganze Jahr 2011 an der Strombörse gekauft.“ Ohne dieses Vorabgeschäft wäre die Anhebung der Umlage um 3,53 Prozent für die Einspeisung von Elektrizität aus regenerativen Quellen nach den Erneuerbaren Energiegesetz (EEG) für den Verbraucher der Ovag deutlich teurer gekommen, sagt er. „Beim Stromtarif ist es wie mit dem Benzin an der Tankstelle. Der größte Teil am Preis machen Steuern und andere Abgaben aus“. Vom Kilowattpreis würden nur 30 Prozent des Geldes in die Kasse des Versorgers fließen. Entsprechend gering sei damit der Einfluss auf die Preisgestaltung.

Laut dem Ovag-Sprecher werde Elektrizität derzeit an der Strombörse zu geringen Preisen wie schon lange nicht mehr handelt. Der Endkunde bekomme davon jedoch wegen der Abgabenerhöhungen nichts mit. Andere Versorger, die keine großen und damit günstigen Stromkontingente für 2011 erworben hätten, müssten nun die Umlagenerhöhung stärker an ihre Abnehmer weitergeben, so Matlé.

Bereits im Oktober bei der Verkündung der Preiserhöhung sprach die Ovag von einem Expansionskurs. An einer bundesweiten Ausdehnung allerdings sei nicht gedacht, auch wenn ein Hotel in München den Strom aus Friedberg beziehe und das niedersächsische Duderstadt zu den Großabnehmern zähle. Im Speckgürtel des traditionellen Versorgungsgebietes des öffentlich-rechtliche Betriebs würden die neuen und ehemaligen Kunden beworben, sagt die Marketingchefin. Im Hochtaunuskreis funktioniere die Abwerbung gut.

Aktionen sollen auch laufen im Raum Gießen und in der Wetterau und dort, wo die Eon eine Kundenmehrheit besitzt. Der Bereich Fulda soll entgegen früherer Mitteilung der Ovag zunächst ausgespart bleiben. Die Überlandwerke Fulda hatten im September den Tarif um 4,7 Prozent angehoben.

Bad Vilbel bleibt Tabuzone

Den Stadtwerken Bad Vilbel will die Ovag keine Kunden ausspannen. Der Stadtversorger ist Marktpartner und bezieht Elektrizität auch von den Friedbergern. Ob es sich für den Vilbeler Verbraucher lohnt, zu wechseln – laut Stadtwerken steht eine Erhöhung um sieben Prozent an– wird ihm die Ovag daher nicht in der Werbung vorrechnen.

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