Dortelweil

Weiter Streit um Zebrastreifen

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Grüne im Ortsbeirat Dortelweil stellen vier neue Anträge zum Thema Lupinenweg-Kreisel.

Das Thema Lupinenweg-Kreisel wird den Dortelweiler Ortsbeirat auch in Zukunft weiter beschäftigen. Für die nächste Sitzung, die für den 2. Mai terminiert ist, haben die Grünen im Ortsbeirat gleich vier Anträge dazu vorgelegt. Sie wollen sich nicht damit abfinden, dass den Bewohnern des Neubaugebiets Lupinenweg nur der Gang über die Fußgängerbrücke zur Verfügung steht, um ihre Straße sicher zu verlassen.

Kürzlich hatte die Stadt ausgeschlossen, dass es in absehbarer Zeit einen Zebrastreifen über die Theodor-Heuss-Straße geben könnte. Der Ortsbeirat sei bei der Frage übergangen worden, meinen die Grünen. Deshalb wollen sie, dass der Vilbeler Verkehrsplaner Rüdiger Storost seine Haltung zum Thema darlegt. Er gehörte zu den Experten, mit denen sich der Erste Stadtrat Jörg Frank (CDU) ausgetauscht hat.

Außerdem wollen die Grünen wissen, wie hoch die Kosten für Reparaturen am Aufzug im Jahr 2012 insgesamt waren. Das sei notwendig, „um eine exakte Darstellung der Betriebsstörungen zu erhalten“, heißt es in der Begründung. In der Vergangenheit haben die Beteiligten häufig widersprüchliche Angaben darüber gemacht, wie oft der Aufzug nicht funktionierte. Anwohner bemängeln immer wieder, dass es regelmäßig zu Ausfällen kommt. Vertreter der Stadt hingegen haben immer wieder betont, der Aufzug funktioniere überwiegend.

Zählung an der Brücke

Außerdem wollen die Grünen, dass die Stadt dem Ortsbeirat die Zahlen vorlegt, die sie bei einer kürzlich abgehaltenen Zählung am Kreisel ermittelt hat. Im März hatte die Stadt mehrere Tage lang den Verkehr am Kreisverkehr beobachtet, um zu ermitteln, wie häufig die Brücke genutzt und wie oft der Weg über die Straße gewählt wird. Demnach nutzten drei Viertel der gezählten Personen die Brücke, ein Viertel ging direkt über die Straße. Verboten ist das nicht, wohl aber unsicher.

Eine Anwohnerin hatte das Ergebnis dieser Zählung öffentlich in Frage gestellt. Die Präsenz der Ordnungspolizei habe die Menschen bewogen, die Brücke häufiger zu nutzen als üblich, moniert Zita Faragó-Günther. Auch die SPD hält die Zahlen für „äußerst fragwürdig und wenig glaubhaft“, so SPD-Ortsbeiratsmitglied Hans-Joachim Hisgen, eher sei es umgekehrt. Daher werde die SPD diesen Antrag unterstützen.

Konkrete Argumente, warum es nicht möglich sei, einen Zebrastreifen einzurichten, hatte Frank nach einem Treffen mit Verkehrsexperten nicht genannt. Manfred Müller vom regionalen Verkehrsdienst Wetterau hatte vielmehr dazu aufgerufen, das Individualwohl nicht vor das Allgemeinwohl zu stellen.

Um die Sicherheit an der Theodor-Heuss Straße zu erhöhen, die auch Zubringer zur B3 ist, wollen dir Grünen am Lupinenweg-Kreisel und auch am Kreisel mit der Friedberger Straße Hinweise aufstellen. Die dreieckigen Schilder mit rotem Rand und Piktogrammen sollen Autofahrer davor warnen, dass dort Kinder über die Straße laufen.

Auch die SPD hatte sich für einen Zebrastreifen eingesetzt. Hisgen hält weitere Anträge im Ortsbeirat aber für „aussichtslos“. Ihn störe es, dass der Ortsbeirat von der Stadt bei dem Thema ignoriert werde. Er gehe aber davon aus, dass der Magistrat seiner Pflicht nachkomme, die Entscheidung im Ortsbeirat zu erläutern.

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