Rosbach

„Völlig falsches Signal“

  • Petra Zeichner
    vonPetra Zeichner
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Wegen der Entwicklung von Neubaugebieten will Bürgermeister Alber zusätzliche Leute einstellen. Daran üben andere Politiker heftige Kritik.

Von „drastischen Personalerhöhungen“ und einem „völlig falschen Signal“ spricht die CDU. Alle Bemühungen, das Haushaltsdefizit jemals abzubauen, seien „zum Scheitern verurteilt“, befürchten die Grünen. Die Vorsitzenden beider Fraktionen im Rosbacher Stadtparlament beziehen sich in ihren Pressemitteilungen auf den Plan von Bürgermeister Thomas Alber (parteilos), in der Stadtverwaltung sieben neue Stellen zu schaffen.

Jörg Egerter, CDU-Fraktionsvorsitzender, erinnert daran, dass die Straßenbeiträge in Rosbach bei einem ausgeglichenen Haushalt wieder abgeschafft werden sollten. Dieses Vorhaben sieht er jetzt in weite Ferne gerückt. Im Rosbacher Parlament gibt es keine Koalition; SPD, FWG und Stimme Rosbach-Rodheim kooperieren.

Bürgermeister Alber kann die Kritik nicht nachvollziehen. „Das ist normales Verwaltungshandeln und trägt dem politischen Willen Rechnung“, sagte er gestern zur FR. Die Fraktionen, auch die CDU, seien sich einig, dass zum Beispiel der Sanierungsstau abgearbeitet werden sollte. Dazu gehört Alber zufolge neben der Entwicklung des größten Neubaugebietes der Stadt, die Sang, ein ähnlich großes Neubaugebiet, die Obergärten II. Dafür und für andere Projekte würde entsprechend viel Personal gebraucht.

Insgesamt gibt es 149 Vollzeitstellen in der Rosbacher Verwaltung, einschließlich der Stadtwerke. Die Stellen sind auf 240 Mitarbeiter verteilt Davon sind laut Alber sechs Beamte. Die sieben neuen Stellen schlagen im Jahr 2018, wenn alle besetzt sind, mit 225 000 Euro im städtischen Haushalt zu Buche. Die gesamten Aufwendungen für das Personal belaufen sich auf etwa neun Millionen Euro.

„Wir haben eine stabile Haushaltslage“, sagte Alber. Der Doppelhaushalt 2017/2018, den er Ende Januar in die Stadtverordnetenversammlung einbringt, sei bei einem geringen Überschuss ausgeglichen. Über das dennoch bestehende Defizit aus früheren Jahren könne er derzeit keine Auskunft geben.

Am kommenden Montag will Alber den Fraktionen die neueste Stellenüberprüfung, die kontinuierlich durchgeführt wird, vorlegen. Dann werde es auch um die geplanten Stellen gehen, die allesamt keine Beamtenstellen seien, sagt Alber.

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