Karben

Ein Tarif für jedes Alter

  • Sigrid Aldehoff
    vonSigrid Aldehoff
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Auch Kinder dürfen das neue 1-Euro-Ticket kaufen, obwohl es die Fahrkartenautomaten nicht ausspucken. Die Umstellung sei zu aufwendig, heißt es von der Stadt.

Von einem holprigen Start des 1-Euro-Tickets in Karben spricht die örtliche SPD. Seit Anfang des Jahres können die Bürger für einen Euro innerhalb des Stadtgebietes mit Bus und Bahn fahren. Für Kinder fordern die Fahrkartenautomaten aber noch den alten Tarif von 1,20 Euro für eine, 1,50 Euro für zwei Tarifzonen.

Diese auf den ersten Blick sehr eigenwillige Preisgestaltung sei weder eine Panne noch gewollt, sagt Ekkehart Böing, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Stadtplanung, Bauen, Verkehr, sondern eher effizient. „Die Umstellung des Fahrpreises ist ein großer Aufwand.“ Um diesen möglichst gering zu halten, habe man nur das Erwachsenenticket umgestellt. Es sei aber selbstverständlich möglich, auch für Kinder ein 1-Euro-Ticket zu ziehen. „Und wir gehen auch davon aus, dass die Fahrgäste dies auch so machen.“ Da noch nicht feststehe, dass der günstigere Fahrpreis nach einem Jahr weiterhin angeboten werde, könne man sich dann die Zurückstellung zumindest für das Kinderticket sparen.

Die Idee zu dem Ticket, das mehr Autofahrer in öffentliche Verkehrsmittel bringen soll, hatte die SPD, umgesetzt wurde sie von CDU-Bürgermeister Guido Rahn. Als die Sozialdemokraten vorige Woche für das Ticket noch einmal werben wollten, bemerkten sie, dass es mit dem Verkauf noch Schwierigkeiten gibt. Während die Fahrkartenautomaten an den S-Bahnhöfen in Groß-Karben und Okarben Fahrkarten zum 1-Euro-Tarif verkaufen, funktionierte dies in den Bussen laut SPD-Sprecher Ludwig Gresch anfangs nicht und gestern auf der Schnellbuslinie X27 noch immer nicht. Deshalb würden Fahrer die Fahrgäste auf ihrem Teil der Strecke gratis mitnehmen .

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