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Karben

Spatenstich mit Sorgen

  • Andreas Groth
    VonAndreas Groth
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Die künftige Nordumgehung soll insbesondere Groß-Karben vom Verkehr entlasten. Bald 40 Jahre warten manche Bürger auf den Bau. Doch schon bevor die Bagger rollen, steht fest, dass nicht alles nach Plan verläuft: Die Straße könnte erstmal ins Nichts verlaufen.

Den Spatenstich am Mittwoch haben einige Karbener Bürger seit bald 40 Jahren herbeigesehnt. So lange ist es her, dass erstmals über den Bau der Nordumgehung nachgedacht wurde. Doch schon bevor in der kommenden Woche die Bagger für den ersten Teilabschnitt, den Neubau der Kreisstraße 246 zwischen Heldenbergen und Karben, anrollen, hat es Negativmeldungen gegeben.

Zunächst wurde bekannt, dass die voraussichtlichen Gesamtkosten für die Nordumgehung gegenüber Anfang 2013 um mehr als dreieinhalb Millionen Euro gestiegen sind. Nun sieht es zudem so aus, dass die Verkehrsbehörde Hessen Mobil genau dann mit der Sanierung der Kreisstraße 246 nach Nidderau beginnt, wenn sie gerade an die Nordumgehung angeschlossen worden ist. Das soll 2016 passieren.

Der Wetteraukreis und der Main-Kinzig-Kreis, die die Sanierung der maroden Kreisstraße finanzieren, hätten diese Maßnahme für 2016 in ihre Haushalte eingestellt, sagte eine Sprecherin von Hessen Mobil. Im Kärber Rathaus hofft man nun, dass die Sanierung der Kreisstraße früher beginnen kann. Sie solle möglichst schon 2015 starten, so Stadtsprecher Ekkehart Böing.

Damit die notwendigen Fördermittel des Landes dafür aber rechtzeitig bei den beiden Landkreisen ankommen, müsse das Land das Bauprojekt anderen Infrastrukturprojekten vorziehen. Bürgermeister Guido Rahn (CDU) hat in den vergangenen Tagen deshalb einen entsprechenden Brief an den hessischen Wirtschaftsstaatssekretär Mathias Samson (Die Grünen) geschickt.

Freude über ersten Spatenstich

Auch beim Wetteraukreis will man alles tun, um die Sanierung der Kreisstraße vorzuziehen. „Wir sind in Gesprächen mit dem Main-Kinzig-Kreis“, sagt Michael Elsaß. Der Kreissprecher hält es gegebenenfalls für möglich, die Sanierung in mehrere Abschnitte aufzuteilen. Es sei zu überlegen, ob sich das Stück bis zur Grenze des Main-Kinzig-Kreises nicht vorziehen lasse. Die Straße nur auf einer Seite zu sperren, sei laut Hessen Mobil nicht möglich, so Elsaß. Die Sanierung funktioniere nur mit einer Vollsperrung.

Dass der Bau der 3,2 Kilometer langen Nordumgehung in der kommenden Woche nun tatsächlich beginnt, freut jedoch alle Beteiligten. „Der Bau der Nordumgehung Groß-Karben ist eine für die südliche Wetterau bedeutsame Infrastrukturmaßnahme, deshalb übernehmen wir unseren Anteil an der Finanzierung trotz einer schwierigen Haushaltslage“, sagte Landrat Joachim Arnold (SPD) beim Spatenstich.

Zu den Kosten des Kreises in Höhe von 2,7 Millionen Euro steuert das Land 1,6 Millionen Euro bei, die es seinerseits vom Bund erhalten hat.

Läuft mit den Bauarbeiten alles nach Plan, könnte der erste Bauabschnitt, zu dem auch der Bau eines Kreisverkehrs auf der Landesstraße 3351 zwischen Burg-Gräfenrode und Groß-Karben zählt, bis zum Jahresende geschafft sein, wie Bürgermeister Rahn sagt.

Anschließend wird die Umgehung von dort zur Bundesstraße 3 auf der Höhe des Rewe-Centers angelegt – als Projekt des Landes.

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