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ASB soll pflegen

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Der städtische Pflegedienst soll zum 1. Januar 2011 an den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) übertragen werden. Die SPD sieht das kritisch.

Der Magistrat hat das bereits beschlossen, das Stadtparlament muss am 10. Dezember noch zustimmen. Die SPD hat Bedenken.

Bürgermeister Guido Rahn (CDU) sieht in der Übertragung der Pflege an den ASB viele Vorteile. Die Pflegebedürftigen würden weiter von den bisherigen Kräften betreut. Sie könnten aber auf das erweiterte Angebot des ASB zurückgreifen. Dazu gehörten Haushaltshilfen und ein ehrenamtlicher Besuchsdienst. Die Pflegebeiträge blieben unverändert.

Für die Beschäftigten des städtischen Dienstes ändere sich nur, dass sie ihre Arbeitsleistung künftig beim ASB erbringen müssten. Sie blieben aber weiter bei der Stadt beschäftigt, ihre Arbeitsverhältnisse unverändert. Sitz des Pflegedienstes bleibe vorerst im Alten Rathaus. Erst wenn der ASB in der Ramonvillestraße das Altenzentrum errichtet habe, werde er dorthin verlegt. Im Altenpflegezentrum des ASB werde eine Tagespflege, eine Altenfachberatung und eine Sozialstation errichtet. Rahn: „Durch diese Kombination wird die Qualität der Pflege verbessert, wovon die Pflegebedürftigen profitieren werden.“ Der Rathauschef geht davon aus, das Karben mit dem Altenfachzentrum „Modellcharakter für die Versorgung älterer Menschen erhalten wird“. Von der Stelle einer Altenfachberaterin werde die Stadt die Hälfte der Kosten tragen.

Die SPD hält die Abgabe des Pflegedienstes, um eine Qualitätsverbesserung zu erreichen, für abwegig. Die Beschäftigten würden einen „allseits geschätzten und qualitativ hochwertigen Job machen“, sagt der Fraktionsvorsitzende der SPD im Karbener Stadtparlament, Thomas Görlich. Die Sozialdemokraten kritisieren auch, dass der Bürgermeister diesen Einschnitt in die Versorgung älterer Menschen in Karben erstmals in der Adventsfeier des VdK in Karben verkündet hatte.( ieb)

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