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Schüler aus der Wetterau und der ganzen Welt

Bad Vilbel Europäische Schule Dortelweil eröffnet/Kosten von bis zu 900 Euro pro Kind im Monat

Von Nina Nickoll

Es ist fast wie bei jeder Einschulung gewesen – nur Deutsch wurde nicht immer gesprochen: von wichtigen Personen auf der Bühne nicht, von Eltern nicht. Und auch auf dem neu eröffneten Spielplatz brüllten sich Kinder gegenseitig auf Englisch an. Es war die offizielle Eröffnung der Europäischen Schule Rhein-Main (ESRM) am Samstag. Dabei waren knapp 400 Schüler, die die Schule in Dortelweil besuchen, deren Eltern und auch Eltern, die ihre Kinder bereits angemeldet haben, die aber noch nicht eingeschult wurden.

Aus der Wetterau, Hessen und der Welt – zum Beispiel aus Florida, Mexiko, Indien und Spanien – kamen Eltern mit ihren Kindern nach Dortelweil-West. Dazu gehörte auch Ismail Ero?lu aus der Türkei, der seit vier Monaten in Karben wohnt. Auch in Mazedonien und Südarabien hat er mit Frau und drei Töchtern schon gelebt. Die 14-jährigen Zwillinge Irem Nur und Ömer Faruk besuchen die weiterführende Schule, die neunjährige Schwester Ayse Sude die Grundschule im englischen Klassenzug. „Sie lernen hier als Zweitsprache Deutsch und als Drittsprache Französisch“, sagt Ero?lu, der Mitglied des Vorstandes der türkischen Ziraat Bank International AG in Frankfurt ist.

„Ich bin Deutscher, aber in Spanien aufgewachsen und seit eineinhalb Jahren wieder in Deutschland“, sagt Cristian Bast. Sein achtjähriger Sohn besucht die vierte Klasse. Bast, Vertriebsleiter, lebt mit seinem Sohn und seiner Frau, Carmen Lopez Pablous, in Frankfurt. „Das Schulgeld hat uns nicht abgeschreckt, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt“, sagt Bast.

Das Schulgeld hängt vom Bruttogehalt der Eltern ab. Außerdem orientiert es sich daran, ob das Kind die Grundschule (bis 4. Klasse) oder Sekundarstufe eins (zurzeit bis 10. Klasse) besucht: Minimal zahlen Eltern mit Einkommen unter 40000 Euro 350 Euro pro Kind im Monat, bei einem Jahresverdienst von 80000 und mehr maximal 900 Euro.

„Das hat uns anfangs schon abgeschreckt“, sagt die 14-jährige Carla Kubiak. Sie moderierte die Feier zusammen mit drei Mitschülerinnen. „Ich teile mir das Schulgeld mit meiner geschiedenen Frau“, sagt ihr Vater Thomas Kubiak aus Sulzbach. Er arbeitet als Golflehrer im Golfclub Lindenhof in Dortelweil. In die europäische Ausbildung seiner Tochter sei das Geld gut investiert, findet Kubiak.

Wenn es für weniger genau die gleiche Leistung gebe, würde er diese in Anspruch nehmen, sagt Markus Ludzcak aus Karben. „Wenig ist das Schulgeld nicht, aber dafür steckt eine verdammt gute Leistung drin.“ Ludzcak ist Selbständiger im Bereich erneuerbare Energien. Sein 10-jähriger Sohn Maxi werde nächstes Jahr die weiterführende Schule der ESRM besuchen. „Ich erwarte, dass er hier mit seinen Sprachkenntnissen schneller voran kommt als andere“, sagt Markus Ludzcak.

Bei Ute und Mathias Friese sei die Mehrsprachigkeit nicht ausschlaggebend gewesen, ihre beiden Söhne, Lars (9) und Sören (6), auf die ESRM zu schicken. Die gehen in die erste und vierte Klasse. „Unser Beweggrund war, dass Lehrer hier sehr individuell auf die Kinder eingehen können“, sagt Ute Friese. Die Nähe zu ihrem Wohnort Dortelweil habe die Entscheidung erleichtert.

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