Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Elisa Wächtershäuser (18) aus Butzbach  war zum vierten Mal erfolgreich mit dabei.
+
Elisa Wächtershäuser (18) aus Butzbach war zum vierten Mal erfolgreich mit dabei.

Jugend-Literaturpreis

Ein Schritt zum Autor

Elisa Wächtershäuser gewinnt erneut den Jugend-Literaturpreis der Ovag. Doch damit ist sie noch nicht zufrieden.

Von Bente Krämer

Gert Scobel begann seine Laudatio mit dem chinesischen Sprichwort: „Auch die größte Reise beginnt mit einem ersten Schritt.“ Der Schriftsteller würdigte am Dienstagabend die Sieger des Jugend-Literaturpreises des regionalen Stromversorgers Ovag. Die Teilnahme an diesem Wettbewerb sei einer dieser ersten Schritte auf der Reise eines Autors.

Elisa Wächtershäuser ist demnach auf dem besten Weg zur Schriftstellerin. Sie ist diesen Schritt schon viermal erfolgreich gegangen; diesmal belegte sie wieder den ersten Platz. „Kopfsprung“ war der Titel ihrer Kurzgeschichte, die von einer jungen Frau handelt, die eine Vergewaltigung verarbeitet. Auf das Thema gekommen sei sie durch eine Vorlesung im Rahmen ihres Medizinstudiums an der Marburger Universität, sagt die ehemalige Schülerin des Butzbacher Weidig-Gymnasiums.

Bereits vor zwei Jahren hatte sie mit ihrer Geschichte „Schattenspiele“ den ersten Platz ergattert. 2007 und 2009 war sie unter den Preisträgern. 2011 will sie wieder dabei sein. „ Bis ich die Altersbeschränkung überschritten habe, dauert es ja noch etwas“, sagt die 18-Jährige. Die liegt für den Ovag-Literaturpreis bei 23.

Scobel weiß, wovon er spricht; mit dem Adolf-Grimme-Preis und dem Titel „Kulturjournalist des Jahres“ hat man ihm das bestätigt. Er empfiehlt den 22 Preisträgern des Ovag-Wettbewerbs, geduldig zu sein, denn „besser werden kann man immer, perfekt sein so gut wie nie“.

Die nötige Ausdauer haben die Teilnehmer; viele von ihnen senden – wie Elisa Wächtershäuser – schon seit mehreren Jahren immer wieder Texte ein. Dieses Jahr waren es insgesamt 306. Der Preis wird von einer Jury aus Redaktionsleitern der Tageszeitungen der Region, Buchhändlern und Schriftstellern vergeben. Der erste Preis ist mit 900 Euro dotiert.

Auch Ann-Kathrin Roth aus Lauterbach hat bereits mehrere Male auf dem Siegertreppchen gestanden. Mit „Sommernachtswahnsinn“ erreichte sie in diesem Jahr den zweiten Platz. Mit dem Heuchelheimer Daniel Schneider kam seit vier Jahren erstmals wieder ein Mann auf einen der ersten drei Plätze.

Alle 22 Preisträger werden an einem Workshop teilnehmen und mit Hilfe erfahrener Autoren ihre Texte überarbeiten, die dann in einem Sammelband erscheinen. Neben den Einzelpreisen wurden sieben Gruppenpreise vergeben. Einen erhielt eine Gruppe der Schrenzerschule Butzbach, die mit Strafgefangenen der JVA Rockenberg ein Projekt eingeschickt hatte. Den Geldpreis reichten die Schrenzerschüler direkt an „die Freunde aus der JVA“ weiter.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare