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Kürbisse in allen Formen und Farben – eine gute Einnahmequelle für Direktvermarkter.
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Kürbisse in allen Formen und Farben – eine gute Einnahmequelle für Direktvermarkter.

Schmankerl für Direktvermarkter

Wetterau Kürbisanbau ist ein lohnendes Zusatzgeschäft für Landwirte

Von Bruno Rieb

Sie werden inzwischen gehandelt wie Blumen zum selbstschneiden: Landwirte stellen einfach einen mit Kürbissen beladenen Anhänger an den Feldrand, ein Preisschild dazu und eine Kiste für das Geld – fertig ist der Selbstbedienungsladen für das begehrte Gemüse.

Der Kürbisanbau sei lukrativ für die Landwirte, die Direktvermarktung betreiben, und das nicht erst, seit Halloween hierzulande zur Mode geworden ist, sagt Kreislandwirt Herwig Marloff. Das Gemüse ziert längst die Speisekarten, ist getrocknet ein Schmuckstück oder wird zum Schnitzen verwendet. Der Ober-Mörler Verein Bottenberg/Waldwiesen etwa versammelt sich am kommenden Samstag zum Kürbisschnitzen am Kartoffelfeuer. Der Kürbisanbau „ist ein Schmankerl für Direktvermarkter“, sagt Marloff.

Der Kürbis ist kein heimisches Gewächs, er stammt wie die Kartoffel aus Amerika. Seit dem 16. Jahrhundert wird er auch in Europa angebaut.

Statt Schweinezucht

Der größte Kürbis-Anbauer in der Wetterau sind laut Marloff die Burtschells in Ilbenstadt. Der Wetteraukreis feiert deren Handel mit dem Gemüse als „ein Beispiel für gelungene Direktvermarktung“.

Seit dem 19. Jahrhundert bewirtschaftet die Familie ihren Bauernhof. Kürbisse bauen die Burtschells aber erst seit dem Jahr 2000 an. Damals hatten sie die Schweinezucht aufgegeben, weil zu hohe Investitionen erforderlich waren. Auf zwei Hektar Ackerland gedeiht nun das Gemüse. In den einstigen Schweineställen trocknen heute Kalebassen, das ist ein aus Afrika stammender Flaschenkürbis, aus dessen ausgehöhlter und getrockneter Hülle Flaschen oder auch Musikinstrumente hergestellt werden können.

Bis zu 150 Kürbissorten züchtet die Familie. Die leuchtenden Farben der Früchte „lassen die Seele aufleuchten“, schwärmt Elisabeth Burtschell, die die Idee für die Kürbisanbau hatte. Hokkaido, Butternuss sowie der gelbe und der rote Zentner sind laut Elisabeth Burtschell am beliebtesten.

Ihre Hofreite haben die Burtschells in ein Kürbisparadies verwandelt. Aus den Früchten haben sie Afrika nachgebaut: Elefanten, Nashörner, Löwen und sogar eine ganze Familie Einheimischer.

Aus Kürbissen könne leicht ein Mehrgängemenü gekocht werden, sagt Elisabeth Burtschell und sie zählt auf: Vorspeisenteller, aus Kürbis, Kübiscremesuppe, griechischer Kürbissalat, Kürbisauflauf und als Nachtisch Kürbis-Quark-Charlotte. Sie empfiehlt die Sorten „Buen Gusto“ und „Sweet Grey“, weil die nicht so schnell verkochen. Und den Spaghettikürbis, dessen Fasern aussehen wie die italienische Nudel.

Das Kürbisfest ist am Sonntag, 2. Oktober, in der Hofreite Burtschell in Niddatal-Ilbenstadt, Hanauer Straße 1. Ab 11 Uhr ist eine Kürbisausstellung zu sehen, es gibt Kürbiskuchen, Kürbissuppe und Bratkürbis. Kinder können an Kürbissen schnitzen. Das „Herbstevent Kartoffel & Kürbis“ des Vereins Bottenberg/Waldwiesen ist am Samstag, 1. Oktober, ab 15 Uhr auf den Waldwiesen bei Ober-Mörlen. Der Weg dorthin wird von der B275 aus markiert. www.direktvermarkter-wetteraukreis.de.

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