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Bad Nauheim Bahnlärm

Schallschutz für die Kurstadt

  • Andreas Groth
    VonAndreas Groth
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Die Bad Nauheimer können aufatmen. Im Januar 2016 will die Deutsche Bahn endlich mit dem Bau von drei Schallschutzwänden beginnen. In Bereichen ohne Lärmschutz will die DB den Einbau von Schallschutzfenstern anbieten.

Im Januar 2016 soll es soweit sein. Dann will die Deutsche Bahn (DB) in Bad Nauheim mit dem Bau von drei Schallschutzwänden beginnen. 3,5 Millionen Euro aus Fördermitteln des Bundes hat die DB für die Wände veranschlagt. Sie haben eine Höhe von drei Metern und erstrecken sich über eine Gesamtlänge von 2,7 Kilometern. „Ich freue mich sehr, dass wir nun eine konkrete Zeitachse für die Umsetzung vorlegen können“, sagte der DB-Bevollmächtigte für Hessen, Klaus Vornhusen, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.

Laut der Planungen gibt es eine Schallschutzwand westlich der Schienen zwischen der Steinfurther Straße im Norden und dem Bahnhofsgebäude. Südlich des Bahnhofs schließt sich eine weitere Wand an, die etwa bis zur Straße „Am Gradierwerk“ reicht. Im Stadtteil Schwalheim soll die Wand östlich der Gleise zwischen der Bundesstraße 3 im Norden und der Sudetenstraße im Süden errichtet werden.

In Bereichen ohne Lärmschutz sowie bei direkt an die Strecke angrenzenden Wohngebäuden will die DB den Einbau von Schallschutzfenstern anbieten. Dies sei dann möglich, wenn die Grenzwerte von 60 Dezibel in der Nacht oder 70 Dezibel am Tag überschritten würden, erläuterte DB-Projektleiter Oliver Faber. Nach Angaben der Stadt treffe das auf rund 200 Wohnungen zu. Die Eigentümer müssen dabei ein Viertel der Kosten tragen, „da die Maßnahmen immer mit einer Wertsteigerung des Objekts verbunden sind“, so die Bahn. Sie will die Betroffenen in diesem Jahr anschreiben. Zudem hat die Bahn zugesagt, ihre Planungen den Bürgern in einer Informationsveranstaltung vorzustellen. „Es ist uns wichtig, dass wir 2016 Vollzug melden können“, sagte Bürgermeister Armin Häuser (CDU) am Mittwoch. Schließlich habe der Lärmschutz in Bad Nauheim eine lange Geschichte.

Es begann in Schwalheim

Die begann 2006 mit dem Umbau der Eisenbahnunterführung an der Kreisstraße 175 in Schwalheim. Der Wall entlang der Gleise, der als natürlicher Lärmschutz diente, wurde abgetragen. Dadurch verschlechterte sich die Lärmsituation in Schwalheim deutlich. Obwohl der Ortsbeirat und der Magistrat mehrfach darum gebeten hatten, bei einem Neubau des Viadukts Schallschutzwände zu installieren, waren diese nach Auffassung der DB nicht zwingend erforderlich. Man könne aber nachrüsten, so die Bahn damals. Nach vielen Gesprächen zwischen 2010 und 2012 erreichte die Stadt Ende 2011 das erste Signal, tatsächlich Lärmschutz – und zwar nicht nur in Schwalheim – realisieren zu wollen.

Konkreter wurden die Pläne Mitte 2012. Erste Ergebnisse stellte das Unternehmen im August 2013 vor. Der Magistrat informierte im Februar dieses Jahres die Gremien über das Resultat. Und das schien ihnen zu gefallen. Die Stadtverordneten votierten einstimmig für die Lärmschutzplanungen.

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