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Zugang zum Sprudelhof in Bad Nauheim.

Stadtentwicklung in Bad Neuheim

Rückhalt für Sprudelhof-Pläne

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Der Sprudelhof in Bad Nauheim soll weiterentwickelt werden. Die Stiftung Sprudelhof und die Landes-Denkmalpflege billigen das Konzept.

Nachdem die Stadtverordneten in Bad Nauheim dem städtebaulichen Konzept für den Sprudelhof mit großer Mehrheit zugestimmt haben, äußern sich sowohl die Stiftung Sprudelhof als auch das Landesamt für Denkmalpflege positiv zu den Plänen. Der Vorstand der je zu einem Drittel von Land, Kreis und Stadt getragenen Stiftung, Frank Thielmann, sagte: „Das Kuratorium hat in seiner letzten Sitzung positiv auf die Pläne reagiert, soweit die Stiftung konkret betroffen ist.“ Sie schafften Klarheit, welche Ziele die Stadt mit bestimmten Flächen der Jugendstil-Anlage verfolge. Er wünsche sich, so Thielmann, dass „auch nach der Realisierung des Konzepts Veranstaltungen im Außenbereich des Sprudelhofs ungehindert stattfinden können“.

Die Stiftung ist seit 2009 Eigentümerin der hofähnlichen Anlage am Kurpark, für deren Nutzung das Stiftungskuratorium laut Thielmann die Leitlinien vorgibt. Das Kuratorium muss den Plänen der Stadt, die unter anderem die Anbindung des Thermenneubaus an das Badehaus 2 und die Verlegung der städtischen Spielstätte in den sogenannten Behälterraum von Badehaus 3 vorsehen, noch zustimmen.

„Ganzheitlicher Ansatz“

Bad Nauheims Bürgermeister Klaus Kreß (parteilos) hat unterdessen angekündigt, dass die Stadt im Februar nicht nur die Planung und den Betrieb der Therme inklusive Sauna und Kurmittelhaus im Badehaus 2 ausschreiben werde, sondern gleichzeitig auch einen Investor für den angestrebten Hotelneubau suche. Denkbar sei, dass Hotel und Therme von ein und demselben Unternehmen betrieben werden. Den Architektenwettbewerb für die geplante Wohnbebauung entlang der Ludwigstraße will die Wetterauer Kurstadt 2019 ausloben.

Der Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege, Markus Harzenetter, bezeichnete die vom Architekten Johannes Peter Hölzinger maßgeblich erarbeiteten Pläne als „eine Möglichkeit, das städtebaulich unbefriedigende Umfeld des Sprudelhofs mit einem ganzheitlichen Ansatz“ zu verändern. Dies gelte ebenso für die vorgesehenen Eigentumswohnungen an der Ludwigstraße.

Eine Vergrößerung des bestehenden Parkdecks am Sprudelhof, um genügend Stellplätze zu schaffen, lehnt Harzenetter ab. Das Parkdeck sei eine städtebauliche Fehlentwicklung im engsten Umfeld des Sprudelhofs. Würde es noch größer, verfestigte sich diese Situation, so Harzenetter.  Das Landesamt für Denkmalpflege würde solchen Plänen dem Präsidenten zufolge nicht zustimmen. Die Stadt zieht sie denn auch nicht mehr in Erwägung. Stattdessen sollen zwei Parkhäuser mit mehr als 400 Stellplätzen gebaut werden – zu wenig, wie manche Kritiker meinen.

Der Vorsitzende des Jugendstilvereins Bad Nauheim, Andreas Hilge, sagte, der Vereinsvorstand werde sich am 14. Februar auf eine gemeinsame Haltung zu den Plänen der Stadt verständigen. Der Verein will im Badehaus 3 ein Informations- und Kulturzentrum zum Jugendstil eröffnen. 

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