Natur

Regionale Bedeutung für die Artenvielfalt

  • schließen

Die Kiesgrube Laukertsberg in Bad Nauheim wird unter Schutz gestellt.

Die ehemalige Kiesgrube Laukertsberg soll dauerhaft ein Naturschutzgebiet werden, teilt das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt mit. Ein Gutachten habe die Schutzwürdigkeit der Grube bestätigt. Zur Zeit läuft das Anhörungsverfahren, das am 5. Juli endet. Die Stadt hatte überlegt, das 17 Hektar große Areal neben der B3 zwischen Nieder-Mörlen und Steinfurth ganz oder teilweise als Gewerbegebiet auszuweisen. Das Thema Gewerbegebiete wird aber Anfang 2020 zur Neuauflage des Flächennutzungsplans diskutiert, auch mit Blick darauf, möglichst wenig wertvolles Ackerland zu versiegeln, antwortet Bürgermeister Klaus Kreß (parteilos) auf Anfrage. Er begrüßt die Entscheidung des RP.

Bereits 2017 wurde Laukertsberg befristet zum Naturschutzgebiet erklärt, um Störungen oder Veränderungen zu verhindern. „Die vorläufige Sicherstellung ist ein übliches Verfahren, um Zeit für ein Gutachten und für den Umwidmungsprozess zu haben“, sagt RP-Pressesprecher Dieter Ohl.

Von einem wertvollen Lebensraum berichtet die Expertise. So seien große Population der seltenen und streng geschützten Kreuz- und Wechselkröten entdeckt worden. Den Fachleuten fielen überdies rare Vogelarten wie Flussregenpfeifer und Uhu auf. Wegen der „sehr großen Artenvielfalt“ habe die Grube eine besondere Bedeutung für die Region.

Zudem wird die Besonderheit des Geländes hervorgehoben. Anders als manche stillgelegte Kiesgrube ist Laukertsberg nicht mit Grundwasser vollgelaufen. Dort steht eine kleine Wasserfläche, umgeben von einem hohen Rundhang. An anderen Stellen des Areals ist zudem, wie es Regionalplan und Bergrecht fordern, mit einer Streuobstwiese und Tümpeln ein Naturausgleich geschaffen worden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare