1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Wetterau

Protest gegen Alkoholverbot

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

So soll es im Jugendhaus Friedberg nicht mehr zugehen.
So soll es im Jugendhaus Friedberg nicht mehr zugehen. © dpa

Die Stadt Friedberg hat ein Alkoholverbot für das Jugendhaus verhängt – zum Ärger der Jugendlichen. Verschiedene Organisationen sammeln jetzt Unterschriften.

Mit einer Party wird das vielfach gelobte neue Jugendhaus in Friedberg am heutigen Samstag um 19 Uhr eröffnet. Zu trinken gibt es dabei nur Saft, Limonade und Wasser. Der Magistrat der Stadt hat ein Alkoholverbot für das Jugendhaus verhängt – zum Ärger der Jugendlichen. Kreisschülerrat, Stadtjugendring, Jusos und die Antifaschistische Bildungsinitiative sammeln Unterschriften dagegen.

„Ein komplettes Alkoholverbot am Wochenende oder bei Konzerten führt dazu, dass die Einrichtung entweder von vielen über 16-Jährigen nicht angenommen oder dass der Alkohol vorher im Supermarkt, an der Tankstelle oder in der nahe gelegenen Vereinsgaststätte organisiert und außerhalb der Öffentlichkeit konsumiert wird“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der vier Jugendorganisationen.

Sie fordern den kontrollierten Verkauf von Bier, Wein, Sekt und Apfelwein abends und bei Konzerten und Partys an Jugendliche ab 16 Jahren. Hochprozentiger Alkohol solle allerdings nicht ausgeschenkt werden, denn das Juz sei „kein Ort für Komatrinker“.

Auch die Friedberger Grünen kritisieren das Alkoholverbot: „Die Alkoholproblematik, insbesondere das sogenannte Komasaufen unter Jugendlichen kann man durch ein Verbot sozialpädagogisch weder auf- noch bearbeiten. Prohibition hat noch nie etwas genutzt.“

Es gehe Bürgermeister Michael Keller (SPD), der beim Herbstmarkt den Fassbieranstich zelebriert habe, nicht um Suchtprävention, sondern darum, junge Erwachsene aus dem Jugendhaus herauszuhalten, vermuten die Grünen. ieb

Auch interessant

Kommentare