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Bad Vilbel

Phil Bell sucht neuen Pächter

Gastronomen auf der Frankfurter Straße merken Konkurrenz vom Niddaplatz.

Corinna Ringkowski, die im vergangenen Mai das Bistro Phil Bell in der Frankfurter Straße übernommen hat, sucht einen Nachfolger. Grund dafür sei in erster Linie, dass ihr die Arbeit mit dem Betrieb zu viel werde. Die 38-Jährige hat zwei Kinder im Alter von sechs und drei Jahren – das lasse sich nicht mit Arbeitstagen von regelmäßig mehr als elf Stunden verbinden, sagte sie gestern auf Nachfrage der FR.

Ringkowski ist gelernte Hotelfachfrau und arbeitet seit 13 Jahren im Phil Bell. Zwar seien die Umsätze in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Doch mit der Eröffnung der neuen Mitte im Frühjahr 2013 habe es zunächst eine leichte Erholung gegeben. Ihre Hoffnung, dass der Betrieb längerfristig von der Belebung der Bad Vilbeler Innenstadt profitieren könne, hat sich allerdings nicht erfüllt. Vielmehr konzentriere sich das Geschehen nun auf die Neue Mitte, hat die Gastronomin beobachtet.

Die Mitbewerber, die ihre Lokale am Niddaplatz eröffnet haben, ziehen ihrer Ansicht nach den Großteil der Kundschaft ab. Fürs Phil Bell bleibe da nicht mehr viel vom Kuchen übrig. „Die Kunden bleiben geballt in der Neuen Mitte hängen“, sagt sie.

„Doch warum auch sollten die Kunden noch von der neuen Mitte Richtung Marktplatz laufen?“, fragt sie. „Was ist da noch attraktiv dran?“ Der Benetton habe zugemacht, ebenso eine Boutique und das Sanitätshaus Rosenkranz Scherer sei weiter in Richtung neuer Mitte gezogen. Ringkowski hatte das Lokal im Mai 2014 von Betreiber Jochen Eberhardt übernommen, für den sie zuvor gearbeitet hat. Eberhardt hatte Insolvenz angemeldet.

Nicht mehr weiter machen wollen auch die Inhaber der Metzgerei Ströhl, berichtet die Wetterauer Zeitung unter Berufung auf Familienkreise. Gründe dafür nennt sie allerdings nicht. Noch in diesem Jahr solle das Traditionsgeschäft schließen. Schon im Juli 2014 hatte das Restaurant Elaionas in der Frankfurter Straße 35 seine Türen geschlossen.

Ähnlich wie Ringkowski sehen es auch andere Gastronomen auf der Frankfurter Straße. Auch Down-Under-Betreiber Alkan Öztürk verzeichnet seit Eröffnung der neuen Mitte weniger Gewinn. Zwar sei der Umsatz in etwa konstant geblieben. Das schaffe er aber nur, indem er monatlich rund etwa 5000 Euro in Werbung investiere. „Früher war das nicht nötig.“ Auf diese Weise aber könne er „auch mit der Neuen Mitte“ überleben.

Insgesamt hätten zwar einige seiner ehemaligen Stammkunden nun die Mondnacht und das Wewe am Niddaplatz zu ihren neuen Stammlokalen auserkoren. Gleichzeitig kämen aber durch die Belebung der Innenstadt insgesamt mehr Kunden in die Innenstadt. Vor allem am Abend profitiere davon auch das Down Under. „Tagsüber aber spielt sich alles auf dem Niddaplatz ab“, sagt er.

Für das Phil Bell, das der Brauerei Binding gehört, sucht jetzt ein Makler einen neuen Pächter. Erst wenn es den gibt, kann Ringkowski die Schlüssel übergeben.

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