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Karben

Pflegedienst bleibt erhalten

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Der Pflegedienst der Stadt Karben wird trotz steigenden Defizits als Eigenbetrieb bestehen bleiben. Doch er wird sich ändern müssen. Von Detlef Sundermann

Der Pflegedienst der Stadt Karben wird trotz steigenden Defizits als Eigenbetrieb bestehen bleiben. Er wird jedoch voraussichtlich mit anderen Einrichtungen kooperieren müssen. Das beschloss die Stadtverordnetenversammlung Karben am Freitag Abend auf Anträge von SPD und CDU hin.

Aus Verantwortung gegenüber den pflegebedürftigen Menschen bleiben die Leistungen des städtischen Pflegedienstes in jedem Fall erhalten, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Mario Beck schon vor der Sitzung in einer Mitteilung. Für die Union stelle sich nicht die Frage "ob, sondern wie wir uns das leisten können". Wegen der aktuellen defizitären Haushaltslage der Stadt soll der Betrieb mit über zehn Mitarbeitern auf mehr Wirtschaftlichkeit getrimmt werden.

Die CDU will nicht am Leistungsangebot für die Patienten sparen, sondern in der Verwaltung. "So bescheinigten die Wirtschaftsprüfer bei den Jahresberichten regelmäßig, dass der Verwaltungsaufwand im Verhältnis zu der Arbeit am Patienten überdurchschnittlich hoch ist", so Beck. Das Administrative müsse sich zugunsten des Zeitaufwandes für den Patienten verringern. Eine Kooperation sei die Lösung.

Das Defizit beläuft sich nach dem jüngsten Rechnungsbericht für 2008 auf 29000 Euro; für 2009 wird es sich auf knapp 800000 Euro fast verdreifachen. In diesem Jahr soll es auf auf 59000 Euro fallen.

Um eine möglichst effiziente Organisationsform zu bilden, sei die Zusammenarbeit mit anderen Pflegediensten geeignet. Als "naheliegende Verzahnung" sieht die CDU eine Kooperation mit dem Arbeitersamariterbund (ASB) oder den Johannitern, dem Träger des neuen Seniorenheims Auf der Loh. Konkretere Vorstellungen wollte die CDU noch nicht äußern. Die sollen unter den neuen Bürgermeister Guido Rahn (CDU) entwickelt werden, heißt es.

Der Sozialverband Vdk, Ortsverband Karben, kritisiert indes die Haltung des FDP-Stadtverordneten Oliver Feyl, der den städtischen Pflegedienst ob des ähnlichen Angebots des ASBs in Frage gestellt habe. Viele Karbener entschieden sich für den städtischen Pflegedienst, weil er vor Ort und etwas Vertrautes sei, sagt Vdk-Vorsitzende Ellen Benoelken.

Die SPD sieht in der Diskussion von CDU und FDP ohne tragfähiges Konzept eine Verunsicherung der Patienten und der Mitarbeiter. Der von der FDP geforderte Eigentumswechsel würde das Aus der Einrichtung mit ungewisser Zukunft für die Beschäftigten bedeuten. SPD-Fraktionschef Thomas Görlich fordert eine sachliche Debatte in der Betriebskommission.

Der Pflegedienst besteht seit 2004 und bietet eine ambulante häusliche Alten- und Krankenpflege. (sun)

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