Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Zimmermann Finn Liebich eröffnet die Station bei Limeshain-Himbach.
+
Zimmermann Finn Liebich eröffnet die Station bei Limeshain-Himbach.

Umwelt

Pfad der Nachhaltigkeit eröffnet

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
    schließen

Informationen und Skulpturen an der Bonifatiusroute zwischen Karben und Gedern: Auf einer Länge von rund 60 Kilometern entsteht ein „Pfad der Nachhaltigkeit“.

Zwischen Karben in der südlichen Wetterau und dem oberhessischen Gedern ist auf einer Länge von rund 60 Kilometern ein „Pfad der Nachhaltigkeit“ entstanden. Entlang der Bonifatiusroute können sich Spaziergänger, Wanderer und Pilger nun an zehn Stationen, sogenannten „Waldfenstern“, über verschiedene Themen informieren. Das Umweltministerium, der Landesbetrieb Hessen Forst, der Wetteraukreis und das Versorgungsunternehmen Ovag haben das Projekt mit 11 500 Euro unterstützt oder wohlwollend gefördert.

Seit mehr als zwei Jahren haben der Forstbeamte Wolfgang Busch und seine Frau Johanna den Pfad mit Holzskulpturen und Informationsstationen ausgestattet. An der Bonifatiusroute sind zehn „Waldfenster“ entstanden: im Karbener Stadtwald, in der Nähe des Klosters Engelthal bei Altenstadt, im Wald bei Limeshain-Himbach, im Stadtwald Büdingen bei Düdelsheim, im Gemeindewald Glauburg, im Wald der Isenburger Waldgesellschaft bei Ortenberg-Effolderbach, im Staatswald nahe dem ehemaligen Kloster und Forstamt Konradsdorf, im Ortenberger Stadtwald bei Wippenbach sowie in den Staatswäldern bei Ortenberg-Lißberg und Hirzenhain. Zwei weitere Stationen überraschen die Besucher im „Traumwald“ und im Wildpark bei Büdingen.

Hütte aus alten Balken

Bei Limeshain-Himbach ist in den vergangenen Wochen aus teilweise mehr als 300 Jahre alten Eichenholzbalken des ältesten Hauses in Himbach eine kleine Fachwerkhütte mit einer Sitzgelegenheit entstanden, die gestern vorgestellt wurde. Zur Eröffnung der Station kam auch Zimmermann Finn Liebich, der einen Trinkspruch verlas und ein Glas Rotwein zu Boden warf. Neben dem hölzernen Ausguck informiert eine Tafel über das Thema „Wald im Spannungsfeld gesellschaftlicher Ansprüche“.

Busch, der auch Motorsägenkünstler ist, sagte, er habe für die Waldfenster nicht bloß Bilderrahmen in der Landschaft aufstellen wollen. „Ich wollte attraktive ‚Hingucker‘ schaffen, um die Nachhaltigkeitsprinzipien der Forstwirtschaft zu erläutern und begreifbar zu machen.“ Die Bonifatiusroute von Mainz nach Fulda feierte im vorigen Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Die vom Forstamt Nidda in der Wetterau aufgestellten Waldfenster sollen auch zur Belebung des stark frequentierten Wegs beitragen. Michael Gerst, der Leiter des Landesbetriebs Hessen Forst, sagte, mit dem nun fertiggestellten Pfad sollen die Wanderer auf besondere Schätze des Waldes aufmerksam gemacht werden. „Zudem wollen wir auf diese Weise Einblicke in die Vielfalt des Waldes und dessen nachhaltige Bewirtschaftung ermöglichen.“

Einige Minuten von der kleinen Holzhütte entfernt befindet sich im angrenzenden Wald etwa eine Informationsstation, über der eine riesige Libelle schwebt. In Karben gibt es zum Beispiel Informationen zur roten Waldameise. Dort krabbelt eine von den Eheleuten Busch geschaffene hüfthohe Riesenameise aus Holz auf den Wanderer zu. Auf der Skulptur können Spaziergänger und Pilger auch herumklettern oder sich hinsetzen, um sich kurz auszuruhen.

Aufforstung nach Sturm

Nahe dem Kloster Engelthal bei Altenstadt wird daran erinnert, wie vor 25 Jahren Jahrhundertsturm „Wiebke“ viele Bäume umstürzen ließ. Inzwischen ist der Laubholzbestand wieder nachgewachsen. Eine von Busch geschaffene Motorsäge aus Holz soll verdeutlichen, dass der Einsatz von Technik im Wald notwendig ist. An der Station im Glauburger Gemeindewald dreht sich alles um die Themen Märchen und Sagen. Ein kleiner Walddrache soll die Schönheit und Mystik des Waldes symbolisieren. Im Isenburger Wald wurde von Johanna Busch das Motiv der pflanzenden Gärtnerin vom alten 50-Pfennig-Stück nachempfunden.

Nahe dem Kloster Konradsdorf sollen drei rennende Wildschweine an die winterlichen Saujagden erinnern. Das Waldfenster im Ortenberger Stadtwald widmet sich dem Thema Nutztierhaltung. In Lißberg gibt es Informationen zu Fledermaus und Schwarzspecht. Und in Hirzenhain geht es um das Thema „Forstwirtschaft im Einklang mit der Natur“. Gezeigt wird auf einer Holztafel die Silhouette eines Pferds, das einen Baumstamm hinter sich herzieht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare